Apothekenüberfälle

Feierabendräuber schlägt wieder zu APOTHEKE ADHOC, 19.11.2018 17:32 Uhr

Berlin - Apotheker im Berliner Nordosten leben weiter gefährlich: Am Freitagabend hat der bisher unbekannte Räuber, der schon mindestens sechs Apotheken in der Gegend überfallen hat, erneut zugeschlagen. Diesmal hat es eine Apotheke im Stadtteil Marzahn erwischt. Der Überfall lief nach dem gleichen Schema ab wie die vorherigen: Kurz vor Feierabend betrat der Täter die Offizin. Mit einem einem Küchenmesser bedrohte er die Mitarbeiter und verlangte alles Geld aus der Kasse. Erneut war die Inhaberin nicht auf ihn vorbereitet – auch weil die Polizei bisher nicht ausreichend über die Gefahr informiert.

„Das mit dem Geld kann man mit der Versicherung regeln“, sagt Monika-Gabriele Piesker, „aber das traumatische Erlebnis für meine beiden Mitarbeiterinnen bleibt“. Die beiden PTA hatten am Freitagabend Dienst in Pieskers Atrium-Apotheke in Berlin-Marzahn, als kurz vor Ladenschluss ein Mann in die Offizin kam, die beiden mit einem Küchenmesser bedrohte und das Geld aus der Kasse verlangte. Beide Mitarbeiterinnen kooperierten. Als der Räuber hatte, was er wollte, verließ er die Apotheke und verschwand in die anliegende Havemannstraße. Die beiden Mitarbeiterinnen sind seit dem Überfall krankgeschrieben.

Das Vorgehen und die Täterbeschreibung passen auf den Räuber, der seit über einem Monat im Nordosten der Hauptstadt sein Unwesen treibt: Mindestens sieben Apotheken hat er seit dem 11. Oktober überfallen. Der erste Fall ereignete sich in Ahrensfelde an der Berliner Stadtgrenze, danach ging es in Richtung Stadtzentrum, nach Neu-Hohenschönhausen, Alt-Hohenschönhausen, Weißensee und nun Marzahn.

Ganz unvorbereitet waren Piesker und ihre Mitarbeiterinnen indes nicht: „Das Komische war: Am Freitagmittag war der Fahrer vom Großhandel hier und erzählte noch, dass hier in der Gegend gerade viele Apotheken überfallen werden“, erinnert sie sich. „Da kam mir schon in den Sinn, dass ich die Tageseinnahmen in Zukunft öfter nach hinten bringen sollte. Dass es dann aber just am selben Abend passiert, hätte ich nicht geglaubt.“ Von offizieller Seite hingegen wurde sie nicht vorgewarnt. „Von der Polizei? Da kam überhaupt nichts“, kritisiert sie. „In der Vergangenheit kamen ja manchmal Warnungen oder ähnliches, aber dieses mal wirklich gar nichts.“

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