Bauarbeiter jagt Apothekenräuber – und bringt Geld zurück | APOTHEKE ADHOC
Raubüberfall

Bauarbeiter jagt Apothekenräuber – und bringt Geld zurück

, Uhr
Berlin -

Glück im Unglück hatte eine Berliner Apotheke vergangene Woche: Sie wurde von einem bewaffneten Kriminellen ausgeraubt. Dem Räuber gelang die Flucht – vorerst. Denn er hatte seine Rechnung ohne einen couragierten Bauarbeiter gemacht.

Gegen 15.40 Uhr betrat der Räuber die Offizin laut einer Meldung der Berliner Polizei mit einem Messer bewaffnet. Eine 38-jährige Mitarbeiterin hatte das Pech, in dem Moment im Dienst zu sein: Er bedrohte sie mit der Tatwaffe und verlangte, dass sie ihm das Geld aus der Kasse gibt. Sie solle es ihm in eine Papiertüte packen, verlangte er. Die Frau folgte den Aufforderungen und übergab eine nicht näher genannte Summe in einer Tüte an den Räuber, der daraufhin flüchtete.

Glücklicherweise war ein engagierter Mitbürger zugegen: Die Inhaberin der Apotheke wies einen 26-jährigen Bauarbeiter auf den Raubüberfall hin, der gerade eben stattgefunden hatte. Der Mann begann sofort mit der Verfolgung. Er rannte dem bewaffneten Räuber hinterher, wollte ihn stellen. Anscheinend hat er ihn damit genug in Panik versetzt, zumindest stürzte der Räuber auf der Flucht und verlor dabei die Tüte. Flüchten konnte er trotzdem: Ohne Beute verschwand er im Stadtpark Lichtenberg. Der 26-jährige Bauarbeiter ging unterdessen zurück in die Apotheke und übergab der dankbaren Inhaberin das Geld. Das Raubkommissariat der Berliner Polizei sucht nun nach dem Täter.

Erst vergangenen Herbst war in der Gegend um die jetzt betroffene Apotheke ein Apothekenräuber nach ganz ähnlichem Muster vorgegangen: Ein 28-Jähriger hatte Berliner Nordosten innerhalb weniger Wochen sieben Apotheken überfallen. Er war dabei stets nach demselben Muster vorgegangen: Er betrat die Apotheke und bedrohte die Mitarbeiter fast wortlos mit einem Messer. Im Dezember stellte er sich dann von selbst der Polizei. Im Februar begann vor dem Landgericht Berlin der Prozess gegen ihn, die Richter verurteilten ihn daraufhin zu drei Jahren und fünf Monaten Gefängnis ohne Bewährung.

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