Wenn aus Kollegen-Neid Mobbing wird

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Berlin -

Drei von hundert Arbeitnehmern in Deutschland werden gemobbt – bei mehr als 37 Millionen Erwerbstätigen sind das laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) mehr als eine Million Menschen. Jeder Neunte wird im Laufe seines Arbeitslebens Opfer von Kollegen oder Vorgesetzten, die ihn herabwürdigen, benachteiligen oder von Arbeitsprozessen ausschließen.

So lange, bis er kündigt. So lange, bis er krank wird. Zu den häufigsten körperlichen Folgen des Psychoterrors gehören schwere Depressionen, Magen- und Darm- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund schätzt den mobbingbedingten volkswirtschaftlichen Schaden auf 15 bis 25 Milliarden Euro pro Jahr. Der Begriff stammt vom lateinischen Begriff „mobile vulgus“, das bedeutet „aufgewiegelte Volksmenge, Pöbel.“

Die Baua hat in einer repräsentativen Umfrage Mobbingopfer nach den Motiven befragt, die ihre Widersacher bewegt haben könnten, gegen sie vorzugehen. 60,1 Prozent gaben an, dass Sie unerwünschte Kritik geäußert hatten, 58,9 Prozent glaubten, dass sie als Konkurrenz empfunden wurden, bei 39,7 Prozent spielte Kollegen-Neid eine Rolle, bei 39,4 Prozent gab es Spannungen zwischen dem Opfer und seinem Vorgesetzten.

Die Baua hat herausgefunden, dass es stark und weniger mobbinggefährdete Berufsfelder gibt. Soziale Berufe stehen dabei auf Platz 1, gefolgt von Verkaufspersonal, Bank- und Versicherungsfachleuten, Technikern und Gesundheitsberufen. Die wenigsten Mobbingopfer gibt es im Bereich der landwirtschaftlichen Berufe. Mehr als 20 Prozent aller Mobbing-Opfer kündigen irgendwann, mehr als 30 Prozent stimmen einer Versetzung zu, rund 15 Prozent erhalten ihre Kündigung vom Arbeitgeber.

–llsh

fa vorabnde

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