PTA: Apotheke ist nicht familienfreundlich

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Berlin -

Nach einer langen Elternzeit will Katja Koschlig wieder zurück in ihren PTA-Beruf. Doch eine Teilzeitstelle zu finden, die sich mit den Öffnungszeiten von Krippe und Kindergarten verträgt, ist viel schwerer als erwartet.

„PTA sind heute wie in Zukunft gesuchte Fachkräfte mit ausgezeichneten beruflichen Perspektiven in allen potenziellen Tätigkeitsfeldern“, schreibt die PTA-Schule München auf ihrer Website. „Es ist einer der wenigen Berufe, in denen sich Arbeit und Familie gut vereinen lassen, denn gerade in Apotheken ist eine Teilzeitbeschäftigung sehr gut möglich.“ So oder so ähnlich werben viele Institutionen für den Nachwuchs.

Koschlig kann das Versprechen ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte aus eigener Erfahrung nicht unterschreiben. Seit Monaten sucht die zweifache Mutter eine Halbtagsstelle, die sich mit den Öffnungszeiten von Kindergarten und Krippe vereinbaren lassen. Bisher ohne Erfolg.

Der Liebe wegen zog es Koschlig von Bayern nach Baden-Württemberg. Vier Jahre arbeitete sie in Kornwestheim, dann bekam sie erst ein Kind, dann das nächste. Noch ist sie in Elternzeit. „Seit vier Jahren bin ich raus aus der Apotheke. Im Gegensatz zu vielen anderen Kolleginnen befinde ich mich in einer recht komfortablen Lage und muss nicht auf Teufel komm raus arbeiten“, sagt Koschlig. „Aber ich will nicht nur das Geld meines Mannes raushauen, sondern hab wieder Lust auf meinen Beruf.“

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