Drei Schwangerschaften in einem Jahr

Eine Apotheke und drei Babys

, Uhr
Berlin -

Bei Baby Nummer 1 war die Freude in der Burg-Apotheke groß. Als sich Baby 2 ankündigte, jubelten Inhaberin Erika Siebert und ihr neunköpfiges, rein weibliches Team immer noch. Dass kurz darauf das „Triple“ voll wurde, hatte keiner erwartet. Alle drei Mütter sind mittlerweile in Elternzeit und die Kollegen versuchen, den Betrieb am Laufen zu halten. Ersatz wurde nicht für jede gefunden und die Überstunden türmen sich auf.

Wenn die Kollegin schwanger wird: Wie sind eure Erfahrungen? Jetzt mit den Kolleginnen und Kollegen austauschen!

Die Burg-Apotheke liegt in Gudensberg bei Kassel. Die Kleinstadt in Nordhessen ist kein Mekka pharmazeutischer Fachkräfte. Das bekam Siebert zu spüren. Die Apothekerin erhielt im vergangenen Jahr gleich dreimal die Nachricht, dass eine Angestellte ein Baby erwartet. Der Alltag des eingespielten Teams wurde ordentlich durcheinandergebracht. Die Chefin musste Ersatz für eine Apothekerin, eine PTA und eine PKA finden.

Die Angestellten der Apotheke sind nicht nur Kollegen: „Wir unternehmen viel privat zusammen“, sagt PTA Priska Theis. Die Mitarbeiter seien bis zu 35 Jahre im Betrieb. „Wir haben einen engen Zusammenhalt, verstehen uns gut und sind kompromissbereit.“ Das seien auch die richtigen Voraussetzungen gewesen, die drei Ausfälle in einem Jahr zu stemmen.

Neue Mitarbeiter seien Mangelware, so Theis. „Überstunden waren programmiert.“ Als die erste Kollegin in Mutterschutz ging, und kurz darauf die nächste wegen eines Beschäftigungsverbots nicht mehr zur Arbeit kam, kompensierten die verbliebenen Mitarbeiter den Ausfall. „Ich war abends meistens zwischen einer halben und einer Stunde länger in der Apotheke“, so Theis.

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