Mutterschutz

Beschäftigungsverbot für Schwangere Carolin Bauer, 09.03.2018 15:28 Uhr

Berlin - Schwangere Angestellte haben besondere Rechte. Das gilt auch in Apotheken. Mitunter kann es vorkommen, dass eine betroffene Mitarbeiterin sich noch vor dem offiziellen Mutterschutz aus dem Arbeitsalltag verabschiedet. Ein Überblick.

Die Rechte von werdenden Müttern sind im Gesetz zum Schutz von Müttern bei der Arbeit, in der Ausbildung und im Studium (MuSchG) geregelt. Zusätzlich zu Kündigungsschutz, diversen Fristen, Nacht- und Mehrarbeitsverbot ist auch ein Beschäftigungsverbot beschrieben.

Aus § 16 geht hervor, dass der Arbeitgeber eine schwangere Frau nicht beschäftigen darf, wenn ihre Gesundheit oder die des Kindes während der Arbeit gefährdet ist. Dies muss ein Arzt offiziell per Attest bestätigen. In der Praxis bedeutet das, dass Arbeitnehmerinnen schon vor der sechswöchigen Schutzfrist vor der Entbindung komplett ausfallen können.

Ein generelles Beschäftigungsverbot gilt für alle Frauen ohne ärztliche Bestätigung sechs Wochen vor Geburt des Kindes. Schwangere dürfen laut MuSchG etwa keine Tätigkeiten ausführen, die Leben oder Gesundheit der Mutter oder des Kindes gefährden. In der Apotheke sind damit etwa alle Tätigkeiten im Bereich Zytostatika-Herstellung tabu. Auch das Tragen von schweren Lasten sowie ständiges Stehen – mehr als vier Stunden täglich – gelten als gefährdend.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Mehr aus Ressort