Papa Apotheker ist wieder da

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Berlin -

Apotheker Christian Brand aus Kaiserslautern ist wieder da. Nach zehn Monaten Babypause kündigt er auf Facebook an, dass er „frisch motiviert“ wieder in der Apotheke am Schillerplatz anzutreffen ist. Die Zeit mit Baby Anna war toll – seine Apotheken hat er nicht vermisst. „Keine Sekunde“, wie er fröhlich bekennt.

Das erste Lächeln – er war dabei. Brei, Windeln, schlaflose Nächte, auch das gehörte dazu. Drei Monate war Brand komplett aus dem Tagesgeschäft seiner beiden Apotheken, danach hat er einmal in der Woche die wichtigsten Angelegenheiten geregelt. Seinen Mitarbeitern ist er dankbar: „So etwas funktioniert nur, wenn man ein tolles Team hat, auf das man sich verlassen kann. Und ich hatte einen Vertretungsapotheker“, sagt er. Seit einigen Jahren bleiben Väter gern für einige Zeit mit ihren Kindern zu Hause, zur Normalität ist es allerdings längst noch nicht geworden. „Es ist nach wie vor ungewöhnlich, dass Väter das machen“, hat der Apotheker festgestellt.

Für ihn ist die Tochter das vierte Kind, er hat drei Kinder aus einer früheren Beziehung. Auch Annas Mutter brachte Kinder mit in die Beziehung, ihre zwei leben im gemeinsamen Haushalt. Brands erste drei Kinder leben bei der Mutter, sind aber häufig zu Besuch. „Wir sind eine richtige Patchworkfamilie“, sagt Brand. Deshalb war es ihm wichtig, viel Zeit mit seiner kleinen Tochter zu verbringen. „Bei den ersten Kindern ging das leider nicht, ich habe damals angestellt in Leitungsfunktion gearbeitet.“

Auch Annas Mutter war während der Babypause zu Hause. „Wir konnten die Zeit als Familie richtig genießen.“ Eine luxuriöse Zeit, dessen ist sich der Apotheker bewusst. Aber eben auch ein Vorteil, wenn man selbstständig ist. In den kommenden Wochen und Monaten muss der Apotheker Liegengebliebenes aufarbeiten: „Besonders das Marketing liegt fast völlig brach.“

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