Vor-Ort-Apotheken stärker als Versandhandel

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Berlin -

Die Vor-Ort-Apotheken haben vom vorübergehenden Corona-basierten Nachfrage-Boom nach OTC-Produkten stärker profitiert als die Versandapotheken. Das geht aus einer Marktanalyse von Sempora Consulting in Kooperation mit Insight Health und DatamedIQ hervor. Seit Ende Februar 2020 ist der OTC-Markt im Vergleich zum Vorkrisenzeitraum stark gewachsen – noch stärkeres Wachstum wurde teilweise durch Lieferengpässe verhindert.

Eine Peak-Woche hinsichtlich der OTC-Nachfrage in stationären Apotheken und im Apothekenversandhandel war demnach die Woche vom 10.-17. März 2020. Hier zeigt sich in der Analyse ein Wachstum des Umsatzes nach realen Verkaufspreisen (AVP) von 46 Prozent im Vergleich zur Vor-Coronaperiode (8.-28. Januar 2020). Noch stärker als im Versandhandel waren dabei die Umsatzzuwächse in der stationären Apotheke: Hier legten die Umsätze um 51 Prozent zu, während der Versandhandel „nur“ um 21 Prozent stieg.

Allerdings ist der Boom bereits wieder ausgelaufen: In der letzten März-Woche lagen die Umsätze insgesamt um 12 Prozent unter der Vor-Corona-Zeit. Hier büßten die Vor-Ort-Apotheken mit minus 15 Prozent deutlich mehr Umsatz ein als der Versandhandel, der nur 5 Prozent unter den Vor-Corona-Umsatz rutschte. Verschärfte Ausgangsregeln, weniger Arztbesuche und das Ende einer intensiven Bevorratungszeit hätten das OTC-Wachstum vorerst gestoppt, analysiert Sempora. Ob damit die Phase der Corona-Vorzieheffekte bereits beendet sei, müsse weiter beobachtet werden.

Die Studie wertete auch unterschiedliche Produkt-Kategorien aus: Es kam demnach im März 2020 zu Umsatzsteigerungen vor allem in Kategorien wie Desinfektionsmittel, Immunsystem und Vitamine, Expectorantien sowie Analgetika. Keine vergleichbaren Effekte zeigen sich dagegen etwa bei Antirheumatika, Gesichtspflege und Antacida.

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