Theurer als Gesundheitsminister?

, Uhr aktualisiert am 22.11.2021 08:14 Uhr
Berlin -

Noch gut eine Woche, dann soll der Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien stehen, am 6. Dezember soll Olaf Scholz als Bundeskanzler vereidigt werden. Während die Papiere der Arbeitsgruppen gerade zusammengefügt werden, müssen sich SPD, Grüne und FDP auch mit dem Personaltableau beschäftigen. Für den Posten des Gesundheitsministers wird jetzt auch der Name von FDP-Experte Michael Theurer genannt.

Theurer wird auf einer aktuell kursierenden Kabinettsliste als möglicher Gesundheitsminister genannt. Allerdings ist unklar, wie authentisch die Aufstellung tatsächlich ist beziehungsweise ob sie einen aktuellen Stand wiedergibt.

  • Bundeskanzler: Olaf Scholz (SPD)
  • Finanzen: Christian Lindner (FDP)
  • Wirtschaft und Klima: Robert Habeck (Grüne)
  • Außen: Annalena Baerbock (Grüne)
  • Innen: Christine Lambrecht (SPD)
  • Transformation/Bau (noch nicht abschließend geklärt): Svenja Schulze (SPD)
  • Gesundheit: Michael Theurer (FDP)
  • Arbeit und Soziales: Hubertus Heil (SPD)
  • Verkehr: Anton Hofreiter (Grüne)
  • Verteidigung: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP)
  • Justiz: Volker Wissing oder Marco Buschmann (FDP)
  • Umwelt/Landwirtschaft/Ernährung (noch nicht abschließend geklärt): Steffi Lemke (Grüne)
  • Bildung und Forschung: Klara Geywitz (SPD)
  • Familie: Katrin Göring-Eckardt (Grüne)
  • Entwicklung: Bärbel Kofler (SPD)
  • Kanzleramt: Wolfgang Schmidt (SPD)

Dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) an die FDP fällt, wäre duchaus plausibel: Mit den großen Themenbereichen Digitalisierung, Mittelstand und womöglich Cannabis passt das BMG zum Zuschnitt der Liberalen, außerdem ist es ein echtes Bundesministerium. Dass Theurer nicht Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheit war, dürfte unerheblich sein: Auch Philipp Rösler und Hermann Gröhe hatten nicht mit auf Fachebene verhandelt. Theurer hatte in der Arbeitsgruppe Wirtschaft verhandelt. Ein weiterer Vorteil: Mit Theurer würde die FDP im Südwesten parteiintern massiv gestärkt.

Für die Apotheken und andere Akteure im Gesundheitswesen wäre Theurer eine gute Nachricht – nicht nur weil er die Komplexität kennt, sondern schon vor Jahren, als sich seine Partei krampfhaft von dem Image als Apothekerpartei distanzieren wollte, um Ausgleich bemüht war und versöhnlichere Töne anschlug.

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