Kein Rx-Versandverbot

Spahns Plan B Lothar Klein, 11.12.2018 13:43 Uhr

Berlin - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der ABDA-Mitgliederversammlung seinen Plan B präsentiert: Insgesamt bietet Spahn für den Verzicht auf das Rx-Versandverbot 360 Millionen Euro. Der Not- und Nachtdienstfonds soll von 16 Cent auf 32 Cent je Rx-Packung verdoppelt werden. 240 Millionen Euro will Spahn für neue Leistungen der Apotheker in der Prävention und für AMTS ausgeben. Zusammen mit der bereits vorgeschlagenen Aufstockung des Arbeitspreises für Zyto-Apotheken umfasst das Gesamtpaket einen Wert von 480 Millionen Euro.

Begrenzen will Spahn den Versandhandel am Rx-Arzneimittelmarkt auf 5 Prozent. Sollte der Rx-Versandhandel in den kommenden Jahren diese Schwelle überschreiten, soll der Boni-Deckel überprüft werden. Wie bereits berichtet, sollen die Boni-Vergabe ausländischer Versandapotheken auf 2,50 Euro je Rx-Arzneimittel begrenzt werden. Inländische Versandapotheken und Vor-Ort-Apotheken sollen wie bisher keine Boni gewähren dürfen.

In der ABDA-Mitgliederversammlung kündigte Spahn an, zur Umsetzung des Boni-Deckels die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) aus dem Arzneimittelgesetz in das Sozialgesetzbuch V (SGB V) zu überführen. Spahn kündigte zudem an, in Zusammenhang mit der Einführung des eRezepts, den Botendienst für Präsenzapotheken zu erleichtern.

Mit diesem Paket soll die Rolle der Vor-Ort-Apotheken im Wettbewerb mit den Versendern gestärkt werden, sagte Spahn. Ein Rx-Versandverbot sei sowohl europarechtlich als auch politisch „unwägbar“. Außerdem habe auch der Versandhandel „seine Bedeutung“. In den kommenden Wochen müsse jetzt diskutiert werden, ob sein Vorschlag der „Modifizierung des Koalitionsvertrages“ auch von den Koalitionsfraktionen mitgetragen werde. Diese seien ebenfalls über seine Vorschläge informiert.

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