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Spahn will mit Apothekern diskutieren

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Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH) begrüßte Spahns Aussagen zur öffentlichen Apotheke in der aktuellen Apotheken Umschau. „Die Apotheke vor Ort ist auch in Zukunft für eine flächendeckende und wohnortnahe Arzneimittelversorgung nicht wegzudenken“, so Jörg Wieczorek, Vorsitzender des BAH. Zurecht brächten daher 70 Prozent der Bevölkerung den Apothekern ein hohes Vertrauen entgegen – so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des BAH-Gesundheitsmonitors.

Unerlässlich sei es zudem, die Arzneimittelversorgung angesichts der soziodemografischen Veränderungen weiterzuentwickeln. Von besonderer Bedeutung sei hierbei die Selbstmedikation mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln. Die Apothekenpflicht gewährleistet laut Wieczorek die fachkundige Beratung von Patienten durch den Apotheker: „Gerade in Zeiten des zunehmenden Ärztemangels sollten wir die Kompetenz der Apotheker stärker nutzen. Dazu gehört auch, ihre gesellschaftliche Rolle als heilberufliche Berater und Lotsen im Gesundheitswesen zu verfestigen. Weitere Entlassungen von Arzneimitteln – beispielsweise zur Behandlung von Heuschnupfen oder Migräne – aus der Verschreibungs- in die Apothekenpflicht sind dafür ein wichtiger Beitrag.“

Im Hinblick auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes, wonach ausländische Versandapotheken nicht an die für deutsche Apotheken geltende Preisbindung bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln gebunden sind, hofft Wieczorek auf eine baldige praktikable Lösung. In diesem Sinne fordert er, wieder gleiche Preise für alle Marktbeteiligten zu ermöglichen: „Die Gleichpreisigkeit für verschreibungspflichtige Arzneimittel ist absolut notwendig, damit für alle Apotheken, Krankenkassen und Verbraucher dieselben Rahmenbedingungen gelten. Nur so sichern wir die Apotheken vor Ort. Die Politik muss jetzt handeln.“

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