Hecken: Erstattung für Homöopathie verbieten

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Laut Hecken, der im G-BA mit festlegt, was die Kassen zahlen müssen, geben die Kostenträger etwa 20 Millionen Euro für die sanfte Heilmethode aus – als zusätzliche freiwillige Leistung. Die Gefahr: Die Versicherten vertrauen ihrer Krankenkasse, was die zahlt, müsse gut und wirksam sein. Krankenkassen würden schließlich keinen Schwachsinn bezahlen. Der G-BA-Chef würde den Kassen die Erstattung gerne verbieten, doch Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) reagiere nicht, heißt es im Beitrag. Hecken hatte bereits im vergangenen Jahr klar Stellung bezogen.

Es gebe etwa 7000 Ärzte, die eine entsprechende Zusatzausbildung abgeschlossen hätten und entsprechende alternative Behandlungen den Patienten zur Verfügung stellten. Nathalie Grams war eine von ihnen. Heute arbeitet Grams nicht mehr als Homöopathin, die Praxis hat sie aufgegeben. Den vermeintlichen Erfolg führt sie auf den Placebo-Effekt zurück. Es genüge das Gefühl, eine gute Behandlung zu bekommen.

„Die einheitliche Einschätzung dieser unabhängigen Untersuchung ist, dass homöopathische Mittel keinen über einen Placebo-Effekt hinausgehenden Nutzen haben“, sagt der Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Weitere Studien sind aus seiner Sicht nicht nötig.

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