Nur jeder 30. Patient erhält Entlassrezept

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Berlin - Seit dem 1. Oktober 2017 können Krankenhausärzte im Rahmen des Entlassmanagements Arzneimittel für den Bedarf von sieben Tagen für Patienten verordnen. Doch nur wenige Patienten erhalten nach aktuellen Zahlen tatsächlich ein Rezept. Nach Zahlen des deutschen Arzneiprüfungsinstituts (DAPI) wurden im März 2018 gut 54.000 Entlassrezepte ausgestellt, seit Oktober 2017 insgesamt rund 350.000. Damit erhalten sechs Monate nach Einführung des Entlassmanagements nur rund 3 Prozent der Patienten ein Entlassrezept.

Trotzdem: Damit hat sich die Zahl der Entlassrezepte seit Oktober 2017 fast verfünffacht. Nach der DAPI-Auswertung der Entlassverordnungen gab es im Oktober 2017 erst knapp 12.000 Entlassrezepte, im November bereit 20.000, im Dezember 37.300, im Januar 2018 gut 40.000 und im März 54.040. Wegen der geringeren Anzahl der Tage sank die Zahl der Entlassrezepte im Februar auf 38.000.

Gemessen an der Gesamtzahl der in diesen Zeiträumen ausgestellten Verordnungen spielen die Entlassrezepte eine zu vernachlässigende Rolle: Von 0,03 Prozent im Oktober 2017 stieg deren Anteil auf 0,13 Prozent im März bei in diesem Monat insgesamt 40,8 Millionen Verordnungen.

Nicht anders verhält es sich mit Bezug auf die bei der Entlassung durch Klinikärzte verordneten Arzneipackungen: Im März wurden 100.000 Packungen im Entlassmanagement verordnet. Seit Oktober verfünffachte sich deren Zahl damit. Bezogen auf knapp 63 Millionen im März 2018 verordneten Arzneipackungen beträgt deren Anteil 0,16 Prozent. Im Oktober 2017 lag der Anteil bei 0,04 Prozent.

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