Merkel setzt auf Biontech, verteidigt Spahn

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Berlin - In Deutschland können nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im zweiten Quartal deutlich mehr Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten. Kritik unter anderem des Koalitionspartners SPD an Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen dessen Impfkurs wies Merkel entschieden zurück.

„Jens Spahn macht einen prima Job jetzt in den gesamten Tagen“, sagte Merkel am Dienstag in Berlin nach Video-Beratungen mit den Ministerpräsidenten zur Corona-Lage. Die Frage, ob er noch ihr Vertrauen genieße, stelle sich nicht. Sie sei froh, dass er so aktiv sei. Laut „Bild“ sieht es hinter den Kulissen anders aus: Noch am Sonntag soll sich Merkel bei Vertrauten erkundigt haben, ob Spahn es war, der den Brief an die EU-Kommission samt entsprechender Lesart, dass er auf Merkels Veranlassung geschrieben worden sei, weitergegeben hatte. Das Verhältnis zwischen Kanzlerin und Minister sei zerrüttet, so Bild.

Merkel warb für Verständnis dafür, dass die Regierung an ihrer Impfstrategie festhält. Es sei richtig, dass Deutschland die Impfungen gemeinsam mit den anderen EU-Staaten in der Europäischen Union organisiere. Zunächst sei der Impfstoff knapp. „Wir werden im 1. Quartal nur priorisierte Gruppen impfen können.“

Im zweiten Quartal werden laut Merkel deutlich mehr Menschen eine Impfung gegen Corona erhalten. Dann werde es „nach menschlichem Ermessen“ deutlich mehr Impfdosen geben, sagte Merkel am Dienstag in Berlin nach neuerlichen Video-Beratungen mit den Ministerpräsidenten zur Corona-Lage.

Zur Hoffnung berechtige die in Vorbereitung befindliche neue Produktionsstätte des Herstellers Biontech in Marburg. Bund und Hessen Biontech dabei unterstützen, noch im Februar in einem neuen Werk in Marburg die Produktion zu starten, wie es in einem Beschlussentwurf für die Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage am Dienstag in Berlin heißt. Die Produktion an dem zusätzlichen Standort könnte die Mengen deutlich steigern.

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