Fast die Hälfte der Deutschen sieht Impfstrategie skeptisch

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Berlin -

Nicht alle Bürger sind von der aktuellen Impfstrategie überzeugt. Einer Umfrage von Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen zufolge steht fast die Hälfte aller Deutschen der Impfstrategie skeptisch gegenüber. Der Impfstart konnte schnell beginnen – in kürzester Zeit wurden die verfügbaren Impfdosen jedoch knapp.

Die Deutschen haben eine geteilte Meinung zur Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus. 44 Prozent sind nicht vom Impfkonzept der Bundesregierung überzeugt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen. Knapp 40 Prozent hätten hingegen großes Vertrauen in die Verteilungsstrategie der Regierung, der Rest sei unentschieden. Vor allem Menschen im Alter von 40 bis 49 Jahren stehen dem Impfkonzept laut Umfrage kritisch gegenüber. Jüngere Menschen von 18 bis 39 hingegen vertrauten meist auf die Strategie in Deutschland.

SPD und FDP kritisierten die aktuelle Corona-Impfstrategie der Bundesregierung. Sie forderten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf, sich einzuschalten. Merkel solle im Bundestag erklären, wie das Impfen doch noch erfolgreich weitergehen soll, sagte FDP-Fraktionsvize Michael Theurer. Hintergrund ist Kritik an einer zu geringen Zahl an Impfdosen und ein langsames Tempo bei den Impfungen in Deutschland.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will sich am Mittwoch zum Zwischenstand der Impfungen gegen das Coronavirus äußern. Ebenfalls am Mittwoch tagt die Arbeitsgruppe der Regierung, der neben Spahn auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Finanzminister Olaf Scholz (SPD) und Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) angehören.

 

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