Baden-Württemberg

Kassenärzte wollen E-Rezepte testen Lothar Klein, 05.01.2018 13:19 Uhr

Berlin - Im Frühjahr wollen die Kassenärzte in Baden-Württemberg mit dem Modellprojekt „DocDirekt“ in die Telemedezin einsteigen. Patienten in Stuttgart und Tuttlingen können sich dann bei akuter Erkrankung oder bei dringender Behandlungsbedürftigkeit per Telefon, Video oder im Chat von einem Arzt beraten und behandeln lassen, wenn sie ihren Haus- oder Facharzt nicht erreichen. Auch E-Rezepte ausstellen wollen die Tele-Ärzte. Den Weg dazu frei machen soll Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne). Die Landesapothekerkammer will dem nicht im Wege stehen.

Kurz vor Weihnachten gab die Landesärztekammer für das DocDirekt-Modellprojekt der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) grünes Licht: „Wir niedergelassenen Ärzte zeigen einmal mehr, dass wir innovativ sind und sinnvolle, von den Menschen im Land gewünschte neue Versorgungskonzepte in Baden-Württemberg auf den Weg bringen”, freute sich KV-Chef Dr. Norbert Metke. Mit DocDirekt etabliere man als erste KV ein telemedizinisches Verfahren zur Fernbehandlung von Notfällen, soweit das medizinisch möglich sei.

Aus Sicht der Kassenärzte besitzt die Telemedizin viele Vorteile: Patienten sparen sich Fahrtwege, Arztpraxen und Notfallambulanzen werden entlastet und es werde eine Infrastruktur geschaffen, die eine effiziente Patientenversorgung ermögliche. Nach einen Pilot mit Privatversicherten sollen ab März gesetzlich Versicherte in Stuttgart und Tuttlingen mit der Telemedizin Erfahrungen sammeln.

Bei DocDirekt können sich Kassenpatienten melden, die akut erkrankt sind und ihren behandelnden Arzt nicht erreichen oder keinen Hausarzt haben. Der Service steht in der Startphase Patienten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 19 Uhr zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme ist via Telefon, Videotelefonie oder Chat möglich. Eine geschulte medizinische Fachangestellte nimmt die Anfrage entgegen und erstellt ein „Ticket”, das ein Tele-Arzt online über eine webbasierte Plattform aufrufen kann. Innerhalb von 30 Minuten soll der Patient dann erfahren, wann der Arzt sich bei ihm meld

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