Telemedizin

Ärzte: Chancen und Risiken der Digitalisierung dpa, 24.05.2017 20:06 Uhr

Freiburg - Video-Sprechstunde statt Termin in der Arztpraxis, Gesundheits-App statt ärztlicher Beratung: Verbraucher und Mediziner stellen sich auf die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen ein. Online-Diagnosen sollen Patienten helfen und gleichzeitig Kosten senken. Ärzte sehen Chancen, warnen jedoch vor Risiken. Der 120. Deutsche Ärztetag hat diesen digitalen Wandel zu seinem Hauptthema gemacht.

Gesundheits-Apps auf dem Smartphone oder Tablet sind besonders beliebt, vor allem bei jungen Leuten. Die Nachfrage steigt. Und die Auswahl ist riesig. Nur: „Nicht alles, was technisch möglich ist, macht auch Sinn“, sagt der Präsident der Bundesärztekammer, Professor Dr. Frank Ulrich Montgomery.

„Mehr als 100 000 solcher Anwendungen gibt es inzwischen in den gängigen App-Stores und das Angebot wächst ständig. Doch nur ein Bruchteil der Programme ist als Medizinprodukt zertifiziert“, heißt es in einer Untersuchung der Bundesärztekammer, die beim Ärztetag vorgestellt und debattiert wurde.

Unter den von den Medizinern empfohlenen Produkten ist eine App, die den Herzrhythmus per Handy-Kamera misst. Eine andere therapiert Tinnitus mit individuell abgestimmter Musik. Ansonsten herrsche laut der Studie „Internet-typischer Wildwuchs“.

Darunter seien vergleichsweise gefahrlose Angebote wie etwa Wellness-Apps, die Schlafprofile erstellen oder Ernährungstipps geben. Weniger harmlos seien Anwendungen, die dem Nutzer „einen digitalen Leibarzt vorgaukeln“. Sie sollen helfen, das Hautkrebsrisiko per automatisiertem Fotovergleich zu bestimmen – ganz ohne dass ein Hautarzt Patient oder Foto in Augenschein nimmt.

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