Erste bundesweite Inko-Befragung

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Berlin -

Täglich erreichen Selbsthilfegruppen etliche Hilferufe von ratlosen Patienten, die sich von ihrer Krankenkasse bei der Versorgung mit Inkontinenzprodukten im Stich gelassen fühlen. Der Grund dafür sind die in den vergangenen Jahren sehr stark gesunkenen monatlichen Pauschalen für aufsaugende Inkontinenzhilfen. Inzwischen überschreiten diese nach Angabe der Selbsthilfegruppen in vielen Fällen kaum mehr die 10-Euro-Grenze, obwohl der Bundesrechnungshof einen Betrag zwischen 31,50 Euro und 52,50 Euro für angemessen hält. Jetzt hat der Selbsthilfeverband Inkontinenz eine erste bundesweite Umfrage zur Zufriedenheit der Patienten gestartet.

Im Zentrum der Befragung stehen Angaben sowohl zur Qualität der durch die Leistungsbringer gelieferten Hilfsmittel als auch die Patientenzufriedenheit sowie die Beratungsqualität der Leistungsbringer. In der anonymen Umfrage werden außer den persönlichen Umständen insbesondere die Art der Inkontinenz und der verwendeten Hilfsmittel sowie die jeweilige Krankenkasse erfasst.

Weiterhin werden Fragen zum Leistungserbringer und der Zufriedenheit mit ihm und dessen Beratung sowie mit den gelieferten Hilfsmitteln gestellt. Auch die Höhe der gesetzlichen Zuzahlung sowie der wirtschaftlichen Aufzahlung durch die Patienten werden abgefragt. Die Daten werden anonym erfasst.

Ziel der Umfrage ist es laut Selbsthilfeverband Inkontinenz, zu erfahren wie die augenblickliche Versorgungssituation mit aufsaugenden Inkontinenzhilfen tatsächlich ist. Festgestellt werden sollen geografische Unterschiede, ob die Versorgungsqualität in Abhängigkeit von der Art und Stärke der Inkontinenz steht.

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