DAK-Bashing bei PlusMinus

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Berlin - Krankenkassen sparen einerseits bei den Hilfsmitteln für Kranke, locken aber andererseits junge Versicherte mit Prämien. Dieser Diskrepanz hat sich das ARD-Magazin PlusMinus angenommen. Besonders die DAK-Gesundheit muss Kritik einstecken: Der Ehemann einer Patientin erzählt, wie sie erst Windeln bekam, die ihr in die Leiste schnitten – und dann gar keine mehr.

Die Ehefrau des Mannes ist seit 18 Jahren ein Pflegefall und benötigt im Monat rund 180 Inkontinenzwindeln. Der Mann kritisiert, dass ständig andere Windeln kämen und die Qualität immer schlechter werde. Als plötzlich gar keine Windeln mehr geliefert wurden, musste er sie selbst kaufen. 200 Euro im Monat seien angefallen – doch die DAK habe zunächst lediglich für den ersten Monat 35 Euro erstattet. Erst nachdem er einen Anwalt eingeschaltet habe, habe sich die Kasse entschuldigt und die Kosten für die Windeln übernommen, nicht jedoch für den Anwalt.

PlusMinus erklärt, dass die DAK nur 12,50 Euro pro Monat für die Windelversorgung übernehme. Für Professor Dr. Rolf Rosenbock, den Vorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, ist das ein Skandal: Für Menschen mit Inkontinenz gehöre eine Versorgung mit qualitativ hochwertigen Windeln zur medizinischen Grundversorgung, sagte er gegenüber PlusMinus. Es sei deshalb inakzeptabel, wenn Unterbrechungen oder Herstellerwechsel und sonstige Unzuverlässigkeiten in der Belieferung und der Versorgung aufträten.

Die DAK selbst erklärte gegenüber dem Magazin: „Bei nicht ausreichenden Produkten muss der Lieferant nachbessern und ein anderes Produkt zur Verfügung stellen.“

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