Streit um Homöopathie-Studien

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Berlin -

Homöopathie polarisiert: Im Mai hat die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) einen Bericht zum aktuellen Stand der Forschung veröffentlicht. Das als Anti-Homöopathie-Netzwerk bekannte „Informationsnetzwerk Homöopathie“ (INH) zweifelt allerdings die Glaubwürdigkeit der Forschungsergebnisse an. Der Vorwurf lautet, bei den zitierten Arbeiten handele es sich um Ergebnisse, „die entweder als wissenschaftliche Unredlichkeit oder als nicht reproduzierbare Pseudoergebnisse erwiesen sind.“ Jetzt schaltet sich der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte ein.

Die Homöopathie-Ärzte kontern: Wissenschaftliche Unredlichkeit sei der „schwerwiegendste Vorwurf“, der in einem akademischen Diskurs erhoben werden könne: „Wir bitten daher um Vorlage der entsprechenden Beweise. Hinweise auf wissenschaftliches Fehlverhalten und Fälschung von Forschungsergebnissen nehmen wir sehr ernst in den von uns beobachteten Forschungsbereichen.“

Das übliche Vorgehen sei, dass zunächst die Autoren der Arbeit direkt mit begründeten Hinweisen konfrontiert würden. Spätestens wenn von ihnen keine oder keine zufriedenstellende Antwort komme, werde die wissenschaftliche Zeitschrift kontaktiert, die die jeweilige Arbeit veröffentlicht habe und um Klärung des Sachverhaltes gebeten. Bei begründeten Hinweisen auf ein wissenschaftliches Fehlverhalten werde der entsprechende Artikel zurückgezogen.

Daher fordert der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte das INH auf, umgehend zu benennen, wer sich konkret eines wissenschaftlichen Fehlverhaltens schuldig gemacht habe, die Veröffentlichung der Korrespondenz mit den Autoren und wissenschaftlichen Journals vorzulegen oder die entsprechenden Passagen zu streichen.

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