Ehemaliger Ratiopharm-Chef

Gematik: Leyck Dieken kriegt doppeltes Beyer-Gehalt APOTHEKE ADHOC, 22.06.2019 09:01 Uhr

Berlin - Der neue Chef der Gematik erhält nach Informationen des Spiegel eine saftige Gehaltserhöhung im Vergleich zu seinem Vorgänger: Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll der ehemalige Ratiopharm-Chef Dr. Markus Leyck Dieken als Chief Digital Officer der Gematik einen Jahressalär von über 300.000 Euro erhalten – plus Zuschläge. Sein Vorgänger Alexander Beyer kam auf 180.000 Euro.

Die Zahlen gehen aus einem Schreiben des Gesundheitsministeriums an die Gematik-Gesellschafter hervor. Demnach sieht der Vertragsentwurf vor, dass der 54-Jährige eine jährliche Grundvergütung von 300.000 Euro erhält. Hinzu komme eine variable Komponente von 40.000 Euro im Jahr, eine Altersvorsorge von rund 32.000 Euro sowie ein monatlicher Dienstwagenzuschuss von 1350 Euro. Beyer habe nicht einmal einen Dienstwagen gehabt, so der Spiegel.

Das Ministerium begründete das Gehalt laut Spiegel mit dem Einkommensniveau bei den GKV. Man müsse „mindestens ein Gehalt zahlen, das unter Spitzenfunktionären der gesetzlichen Krankenversicherung üblich ist“, teilte das Haus von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) demnach mit. In ihrer Sitzung am Freitagnachmittag hatte die Gesellschafterversammlung der Gematik die Bestellung Leyck Diekens auch offiziell beschlossen. Am 1. Juli wird er als neuer Alleingeschäftsführer die Nachfolge von Beyer antreten, der die Gesellschaft seit dem 1. Juli 2015 führt.

Die Personalentscheidung war am Montag bekannt geworden. Leyck Dieken ist von Hause aus Internist und Notfallmediziner und hat als Top-Manager langjährige Erfahrung mit der Umstrukturierung von Unternehmen. Er kenne die Strukturen des Gesundheitswesens und die Chancen der Digitalisierung für die Versorgung, heißt es aus dem BMG. Laut Ministerium hat es einen längeren Auswahlprozess gegeben. Spahn habe bewusst keinen Kandidat aus dem Umfeld der Gematik vorgeschlagen, weil sich so eher neue Ansätze in Unternehmens- und Führungskultur ergäben.

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