E-Rezept: KBV verhandelt höheres Honorar

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Berlin - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat höhere Erstattungsbeträge für die Einführung des E-Rezepts ausgehandelt. Dem GKV-Spitzenverband musste sie das abringen, erst das Bundesschiedsamt brachte im Februar die Entscheidung.

Arztpraxen erhalten künftig eine höhere Erstattung für die zusätzlichen stationären Kartenterminals für die medizinischen Fachanwendungen sowie neue Technikpauschalen für die elektronische Patientenakte und das elektronische Rezept. Dem ganzen waren Entscheidungen des Bundesschiedsamtes vorausgegangen, nachdem sich die Verhandlungspartner zunächst nicht auf eine Anpassung der Finanzierungsvereinbarung zur Telematikinfrastruktur (TI) einigen konnten.

Für die zusätzlichen stationären Kartenterminals, die für das Notfalldatenmanagement und den elektronischen Medikationsplan in den Behandlungsräumen notwendig sind, erhalten Praxen nun 595 Euro und damit 60 Euro mehr als bisher. Die höhere Pauschale kann auch für Geräte abgerechnet werden, die seit dem 1. Oktober 2020 angeschafft wurden. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zusatzpauschale für das Notfalldatenmanagement (NFDM) und den elektronischen Medikationsplan (eMP) in Höhe von 60 Euro ausgelaufen.

Außerdem wurden kommende Anwendungen wie die elektronische Patientenakte (ePA) und das E-Rezept in die TI-Finanzierungsvereinbarung aufgenommen. Für die Nutzung der ePA sind ein weiteres, noch nicht am Markt erhältliches Konnektor-Update sowie ein Modul für das Praxisverwaltungssystem (PVS) notwendig. Das Bundesschiedsamt hatte dafür eine gemeinsame Pauschale in Höhe von 550 Euro festgesetzt. KBV und GKV-Spitzenverband haben diese zur Klarstellung in eine Konnektor-Update-Pauschale in Höhe von 400 Euro sowie eine ePA-Integrationspauschale in Höhe von 150 Euro für die PVS-Anpassung aufgeteilt. Zusätzlich erhöht sich die Betriebskostenpauschale um 4,50 Euro pro Quartal.

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