„Ich kann Lauterbach aus dem Bundestag werfen“

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Berlin - In der SPD ist Karl Lauterbach gesetzt – vor allem, wenn es um Gesundheitsthemen geht. Der Professor mit der markanten Fliege sorgt mit seinen Büchern, provokanten Thesen und seiner TV-Präsenz für bundesweite Bekanntheit und sicherte sich damit bei den letzten Wahlen sein Mandat. Am 24. September könnte es nun aber eng werden in seinem Wahlkreis Köln/Leverkusen. Die CDU rückt dort gefährlich nahe. Bei den Landtagswahlen konnte der CDU- dem SPD-Kandidaten das sicher geglaubte Mandat abjagen.

Bei der Bundestagswahl 2013 holte Lauterbach das Direktmandat in Mülheim/Leverkusen mit 41,3 zu 39,3 Prozent nur knapp vor CDU-Herausforderer Helmut Nowak. Das waren rund 4000 Stimmen mehr für Lauterbach. Vier Jahre zuvor siegte Lauterbach noch knapper. Nowak rechnet sich jetzt gute Chancen aus, Lauterbach aus dem Bundestag zu verdrängen. Denn bei Landtagswahlen in NRW gab es in Leverkusen eine Überraschung. Dort siegte CDU-Kandidat Rüdiger Scholz nach längerer Zeit mal wieder über die SPD. Daraus schöpft Nowak seine Hoffnung.

Verliert Lauterbach sein Direktmandat, dürfte der SPD-Fraktionsvize nicht mehr in den Bundestag einziehen: Denn anders als andere prominente SPD-Politiker ist er nicht über die Landesliste der NRW-SPD abgesichert. Dort rangiert Lauterbach auf Listenplatz 58 auf einem aussichtslosen Rang. Bei der letzten Bundestagswahl kamen 28 SPD-Bundestagsabgeordnete über die Liste ins Parlament.

Damit kommt es am 24. September im Wahlkreis Mülheim/Leverkusen zu einem interessanten Duell. Lauterbach genießt zwar auch in den eigenen Reihen keine ungeteilte Sympathie, aber als Gesundheitsexperte ist der Mediziner in der Fraktion anerkannt. Den Gesundheitsteil des Koalitionsvertrags hatte er 2013 mit Jens Spahn ausgehandelt. Und beim Rx-Versandverbot seinen Blockadekurs durchgesetzt.

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