Botendiensthonorar: Dauerhaft, aber nur 2,50 Euro

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Berlin -

Die Apotheken sollen dauerhaft für den Botendienst vergütet werden, das aktuell und befristete Honorar aber von 5 auf 2,50 Euro gesenkt werden. So sieht es der Entwurf für das Krankenhauszukunftsgesetz vor, an den die Botendienstregelung angehängt wurde.

Weil viele Apotheken während der Corona-Krise ihre Botendienste ausgeweitet haben, hat die Politik reagiert und ein Sonderhonorar beschlossen. Einmalig 250 Euro sowie 5 Euro pro Botendienst bekommen die Apotheken von den Krankenkassen erstattet. Allerdings ist die Maßnahme bis Ende September begrenzt.

Weil die Pandemie alles andere als überwunden ist, waren die Forderungen nach einer Entfristung immer lauter geworden. Dem kommt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jetzt nach. Im Gesetzentwurf heißt es: „Die bisher in der Sars-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung geregelte Vergütung für den Botendienst der Apotheken wird verstetigt und von 5 Euro auf 2,50 Euro je Botendienst gesenkt.“

Die im SGB V geplante Verankerung des Botendiensthonorars sei notwendig, um in Regionen mit geringerer Apothekendichte die Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen. Der Botendienst trage zu einer Entlastung bei der Zahl der Apothekenbesuche und zur Sicherstellung der Versorgung dieser Personen mit Arzneimitteln bei, heißt es zur Begründung.

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