Botendienst-Vergürung

Schmidt: Honorar-Halbierung „nicht unmittelbar nachvollziehbar“

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Berlin -

Es zählt zu den politischen Forderungen der Abda, dass der Botendienst der Apotheken dauerhaft vergütet wird. Insofern freut man sich über das Signal aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG). Nicht nachvollziehbar ist aus Sicht der Abda, warum der Zuschuss halbiert werden soll.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Apotheken dauerhaft für den Botendienst entlohnen. Das Krankenhaus-Zukunftsgesetz (KHZG) sieht eine Entfristung des eigentlich bis Ende September gewährten Honorars vor. Die Gebühr, die die Apotheken den Krankenkassen in Rechnung stellen können, soll aber von 5 auf 2,50 Euro reduziert werden.

Der Botendienst der Apotheken sei seit langem eine wichtige und von den Patienten geschätzte Ergänzung der persönlichen Arzneimittelversorgung vor Ort, kommentierte Abda-Präsident Friedemann Schmidt auf Nachfrage. „Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Apotheken bewiesen, dass der Botendienst einen wesentlichen Beitrag zur Kontaktvermeidung leistet und somit Risikogruppen und in Quarantäne befindliche Personen versorgen und schützen kann“, so Schmidt. Das habe die Politik erkannt und den Zuschuss festgelegt.

„Wenn nun dieser Zuschuss mithilfe des Krankenhauszukunftsgesetzes fortgeführt werden soll, so ist dies grundsätzlich zu begrüßen – gerade auch angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung, die auf dem Lande versorgt werden muss“, so Schmidt, der aber nicht wunschlos glücklich ist: „In Bezug auf die Höhe des Zuschusses, dessen Halbierung nicht unmittelbar nachvollziehbar ist, und dessen gesetzlicher Verankerung wird der Entwurf derzeit von uns geprüft.“ Die Abda werde dann eine Stellungnahme zum Gesetzentwurf abgeben.

Zur Begründung heißt es im KHZG, dass die im SGB V geplante Verankerung des Botendiensthonorars notwendig sei, um in Regionen mit geringerer Apothekendichte die Versorgung mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sicherzustellen. Der Botendienst trage zu einer Entlastung bei der Zahl der Apothekenbesuche und zur Sicherstellung der Versorgung dieser Personen mit Arzneimitteln bei.

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