BfArM schreibt 10 Tonnen Cannabis aus

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Berlin - Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) startet einen zweiten Versuch, medizinisches Cannabis für den deutschen Markt auszuschreiben. 10,4 Tonnen will die Behörde in Deutschland anbauen lassen – fast vier Tonnen mehr als bei der letzten Ausschreibung. Die war im März vom Oberlandesgericht Düsseldorf (OLG) gestoppt worden.

Bis zu 13 Firmen könnten zum Zuge kommen: So viele Lose zu je 200 Kilogramm Jahresmenge werden für einen Zeitraum von vier Jahren ausgeschrieben. Für maximal fünf Lose kann ein Bieter einen Zuschlag erhalten – das BfArM sieht vor, mit mindestens drei Unternehmen jeweils einen Vertrag über Anbau, Ernte, Weiterverarbeitung und Lieferung abzuschließen.

Gebote können bis zum 22. Oktober eingereicht werden. In der ersten Jahreshälfte 2019 solle feststehen, an wen die Zuschläge erteilt werden. Verläuft die Ausschreibung dieses mal erfolgreich, so könnte in Deutschland angebautes Cannabis ab 2020 zur Verfügung stehen.

Ausführend ist dabei die sogenannte Cannabisagentur des BfArM, die die Blüten und Zubereitungen ankauft, in Besitz nimmt und einen Herstellerabgabepreis festlegt, um das Cannabis an Arzneimittelhersteller, Großhändler und Apotheken zu verkaufen. Außerdem soll sie die Abgabe in den Apotheken überwachen. Der tatsächliche Abgabepreis in der Apotheke unterliegt jedoch der Arzneimittelpreisverordnung und kann vom BfArM nicht beeinflusst werden.

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