Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) war heute nicht persönlich auf der diesjährigen Hauptversammlung des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) zugegen. In einer Videobotschaft verteidigte die Ministerin ihre geplante Sparreform.
Der BPI habe die Entwicklung des Gesundheitswesens über Jahrzehnte hinweg mitgeprägt, lobte die Ministerin. Er agiere nicht nur als Interessenvertretung einer deutschen Branche, sondern als verlässlicher Gesprächspartner im gesundheitspolitischen und fachöffentlichen Diskurs. Das zeige sich auch an der Initiative „Gute Gesundheit 2030“. „Solche Projekte machen deutlich, dass die Expertise des Verbandes weit über den pharmazeutischen Bereich hinauswirkt.“
Aktuell bringe der Verband seine Erfahrung und Kompetenz in den Pharma- und Medizintechnik-Dialog der Bundesregierung ein. „Unser gemeinsames Ziel ist klar: Deutschland soll ein starker Pharmastandort bleiben – in Forschung, Entwicklung und Produktion“, so Warken. Die Unternehmen, die investierten, forschten und Arbeitsplätze schafften, bräuchten daher verlässliche und planbare Rahmenbedingungen.
„Zur Wahrheit gehört auch: Die gesetzliche Krankenversicherung steht vor erheblichen finanziellen Herausforderungen. Ein starkes Gesundheitssystem braucht nicht nur medizinischen Fortschritt, sondern auch finanzielle Stabilität und Verlässlichkeit“, betonte Warken. Innovationen könnten auf Dauer nur dort wirken, wo die Finanzierung tragfähig bleibe.
„Dabei gilt für uns ein klarer Grundsatz: Die langfristige finanzielle Handlungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems ist eine gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten. Und gleichzeitig ist klar: Konsolidierung darf nicht zulasten von Innovation, Forschung und Produktion in Deutschland gehen.“ Beitragsstabilität und Innovation seien keine Gegensätze; ein leistungsfähiges und finanzierbares Gesundheitssystem brauche beides.
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