Altmaier: „Pharmastandort Europa soll gestärkt werden“

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Berlin - Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) sprach sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dafür aus, die Arzneimittelversorgung in Deutschland und Europa zu stärken: „Die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig starke und zuverlässige Arzneimittel-Hersteller in Deutschland und Europa sind. Damit die Industrie weiterhin ihren Beitrag leisten kann, werde ich mich sowohl im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft als auch im Bund für verlässliche und gute Rahmenbedingungen einsetzen.“

Jörg Wieczorek, Vorstandsvorsitzender des BAH, machte auf die Herausforderungen der Corona-Krise für die Arzneimittelbranche aufmerksam. Hierbei richtete er einen Appell an den anwesenden Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, dass bei Rabattverträgen und Festbeträgen nicht nur der günstigste Preis zählen sollte, sondern auch der Standort Europa mitberücksichtigt werden muss. Um die gerade in der Pandemie wichtige Entwicklung neuer Anwendungsgebiete von bekannten Wirkstoffen voranzutreiben, sollte das Preismoratorium ausgesetzt werden. Zudem brauchen wir regulatorische Erleichterungen und Beschleunigungen, zum Beispiel bei der Genehmigung von neuen Betriebsstätten. Die Bereitschaft, wieder mehr in Europa zu investieren, ist da.“

Die Vorteile des E-Rezepts erläuterte Dr. Markus Leyck Dieken, Geschäftsführer der Gematik, und veranschaulichte, wie das Rezept den Versorgungsalltag verbessern wird. Jörg Wieczorek betonte, worauf es dabei für den BAH und seine Mitglieder bei der Implementierung ankommt: „Wenn das E-Rezept eingeführt wird, muss sichergestellt sein, dass die Apotheke vor Ort keinen Wettbewerbsnachteil erleidet. Es gilt, jetzt Maßnahmen zu ergreifen, damit große Versandhändler keine wettbewerbsverzerrenden Vorteile erhalten.“

In seinem Ausblick auf die Zukunft der Verbandsarbeit betonte BAH-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Cranz die exzellente Positionierung des Verbandes, um alle relevanten Zukunftsthemen der Branche sowohl national und regional als auch in Europa anzugehen. „Besonders wichtig ist dabei der enge Austausch mit den Partnern im politisch-regulatorischen Umfeld sowohl bei Arzneimitteln als auch bei Medizinprodukten, einschließlich der digitalen Gesundheitsanwendungen. Bestens integriert in die Verbandsarbeit sind auch zahlreiche Initiativen zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt, welche die besondere Verantwortung der Branche dokumentieren.“

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