Warum fehlen Fastjekt & Co?

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Berlin - Apotheker sind seit Monaten in Erklärungsnot und kämpfen mit Lieferengpässen bei den Notfallarzneimitteln und das auch dieses Jahr, zum Start der Hochsaison von Wespen und Bienen. Bereits seit April 2018 ist Fastjekt von Meda regelmäßig nicht erhältlich. Eine erhöhte Nachfrage aufgrund des Jahreszeitenwechsels sei aber nicht die Ursache für die Engpässe.

Zur aktuellen Liefersituation erklärte sich der Lohnhersteller Pfizer (Fastjekt): „Die aktuellen Lieferengpässe sind auf Wartungs- und Modernisierungsarbeiten in der Produktionsanlage zurückzuführen, die im Winter durchgeführt wurden. Diese haben länger als erwartet gedauert. Zudem gab es temporär technische Schwierigkeiten. Beides in Kombination hat dazu geführt, dass wir keine ausreichenden Reserven aufbauen konnten. Wir gehen daher davon aus, dass in den kommenden Monaten die Verfügbarkeit von Fastjekt variieren wird. Dies kann sich abgängig von der saisonalen Nachfrage fortsetzen.“

Pfizer sagt, dass eine Vielzahl von Maßnahmen unternommen werden, welche die Patientenversorgung dauerhaft verbessern sollen. Dazu gehören unter anderem, weitere notwendige Investitionen, um die Kapazitäten in der Produktionsstätte weiter zu erhöhen. In welchem Rahmen die Verbesserungen erfolgen und welche Maßnahmen geplant sind, wurden nicht kommentiert.

Auch Mylan, in der Funktion als Vertriebsstelle hat sich zur aktuellen Situation geäußert. Das Unternehmen arbeitet weiterhin eng mit dem Herstellungspartner Meridian Medical Technologies um über voraussichtliche Warenlieferungen auf dem Laufenden zu bleiben. Während Mylan in den USA in regelmäßigem Austausch mit der Gesundheitsbehörde FDA zur aktuellen Liefersituation steht, erfolgt dies analog durch Mylan in Deutschland mit dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Nach Erhalt der Ware von Meridian will Mylan die Lieferung umgehend vornehmen. Außerdem wird sichergestellt, dass die noch verfügbaren Produkte der Nachfrage entsprechend an die Großhändler ausgeliefert werden.

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