Übertragung von CoV-2: Studie liefert beunruhigende Ergebnisse

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Einen Tag später, am 27. Januar, führten die Ärzte bei der Frau eine Lungen-CT durch. Auch die ergab keinerlei Auffälligkeiten. Am Tag darauf wurde sie erneut mittels PCR-Test auf das Virus untersucht, diesmal positiv. Zwei weitere PCR-Tests am 5. und 8. Februar waren dann wieder negativ. Die negativen Test könnten natürlich falsche Ergebnisse geliefert haben, derartige Berichte gab es in Einzelfällen bereits vorher. Allerdings ist die Quote von drei negativen zu einem positiven Ergebnis mindestens ungewöhnlich.

Unterdessen waren die Test bei allen fünf von ihr angesteckten Patienten bereits nach einem Tag positiv. Auch deren Lungen-CTs zeigten eindeutige Ergebnisse. Bei drei der fünf verlief die Krankheit moderat, sie hatten Fieber und Atemprobleme. Zwei der Fälle verliefen hingegen ernsthaft: Sie erkrankten an einer schweren Lungenentzündung.

Der 20-jährigen Frau ging es unterdessen gesundheitlich gut. „Bis zum 11. Februar wurde bei ihr weder eine erhöhte Temperatur gemessen, noch hat sie selbst von Fieber berichtet“, schreibt das Ärzteteam in der Studie. „Auch Verdauungs- oder Atemwegsprobleme, inklusive Husten und trockenem Hals, wurden weder von ihr berichtet noch von den behandelnden Ärzten festgestellt.“ Erst danach begann sie Krankheitssymptome zu zeigen. Die Studienautoren interpretieren ihre Erkenntnisse selbst als Warnsignal: „Falls die Ergebnisse dieser Untersuchung einer mutmaßlichen Übertragung durch einen asymptomatischen Träger reproduzierbar sind, würde sich die Eindämmung von Covid-19 als schwierig herausstellen“, drücken sie es wissenschaftlich-nüchtern aus. „Der Mechanismus, über den asymptomatische Träger sich mit dem Coronavirus anstecken und ihn übertragen, muss weiter untersucht werden.“

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