Pneumokokken-Impfstoffe sind knapp

Stiko: Risikogruppen wieder zuerst

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Berlin -

Die Versorgung von Patienten mit Pneumokokken-Impfstoffen gestaltet sich seit geraumer Zeit schwierig: Ware ist nur kleckerweise zu bekommen, die Corona-Pandemie nimmt zusätzlich Einfluss. Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat daher erneut dazu aufgerufen, die Risikogruppen zuerst zu versorgen, und Handlungshinweise bei eingeschränkter Lieferfähigkeit veröffentlicht.

Auf dem deutschen Markt stehen Prevenar 13 (Pfizer), Pneumovax 23 (MSD Sharp & Dohme) und Synflorix (GSK) zur Verfügung. Im März – zur Hochsaison der Corona-Pandemie – kam es dann zu einem massiven Engpass bei den Vakzinen. Grund dafür waren geänderte Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko), um Komplikationen in Bezug auf Covid-19 zu vermeiden. Im Juli wurden die priorisierten Empfehlungen aufgrund besserer Verfügbarkeit zunächst wieder zurückgenommen.

Nun kehrt die Stiko zur Priorisierung zurück: Demnach sollen ab sofort wieder bevorzugt die Bevölkerungsgruppen geimpft werden, die ein besonders hohes Risiko für eine invasive Pneumokokken-Erkrankung haben – besonders gefährdet sind Kinder in den ersten beiden Lebensjahren und ältere Menschen ab 60 Jahren.

Aktuelle Stiko-Empfehlungen

Die Impfung wird für alle Säuglinge ab dem Alter von zwei Monaten, für alle Menschen ab dem Alter von 60 Jahren und Patienten mit den folgenden Erkrankungen und Einschränkungen empfohlen:

  • Menschen, die an chronischen Krankheiten der Lunge oder des Herzens leiden
  • Patienten mit einem behandlungsbedürftigen Diabetes mellitus
  • bei bestimmten neurologischen Krankheiten
  • Patienten mit einer Immundefizienz, beispielsweise bei einer HIV-Infektion
  • Patienten, die eine immunsuppressive Therapie erhalten
  • Personen mit einem Cochlea-Implantat oder einer Liquorfistel

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