Pfizer kontingentiert Prevenar 13

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Berlin - Pneumokokken-Impfstoffe sind gefragter denn je. In der letzten Zeit waren die Vakzine nur schwer zu bekommen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte darauf reagiert und offiziell einen Mangel bekanntgegeben. Die Hersteller arbeiten auf Hochtouren daran, dem Engpass entgegenzuwirken. Pfizer teilt mit: „Prevenar 13 ist lieferbar.“

MSD hatte gestern darüber informiert, in Kürze Pneumovax 23 mit japanischer Beschriftung für den deutschen Markt zur Verfügung zu stellen. Auf eine Umetikettierung wird in Abstimmung mit den zuständigen Behörden verzichtet. Ziel sei es, die zusätzlichen Impfdosen schnellstmöglich verfügbar zu machen.

In den vergangenen Wochen ist auch die Nachfrage nach Prevenar 13 über das übliche Niveau gestiegen. „Pfizer hat deshalb bereits zusätzliche Mengen des Pneumokokken-Konjugatimpfstoffs Prevenar 13 in den deutschen Markt geliefert“, wie der Konzern mitteilt. Zudem würden die Bestellmengen begrenzt. „Um darüber hinaus die Lieferfähigkeit weiterhin aufrechtzuerhalten, limitiert Pfizer derzeit die Bestellmengen in Deutschland entsprechend dem üblichen Bedarf für diesen Impfstoff.“ Zudem stehe der Konzern in engem Austausch mit den Zulassungsbehörden, um die Versorgung von Risikopatienten zu priorisieren.Ärzte und Apotheker, die Prevenar 13 bestellen wollen, können sich an den pharmazeutischen Großhandel wenden“, teilt eine Sprecherin mit.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hatte vor kurzem die Handlungsempfehlungen für die Pneumokokken-Impfung aktualisiert. Prevenar 13 soll demnach ausschließlich für die Grundimmunisierung von Säuglingen bis zu einem Alter von zwei Jahren eingesetzt werden. Für den Fall, dass Prevenar 13 nicht verfügbar ist, kann auf Synflorix (10-valenter Pneumokokkenkonjugatimpfstoff) ausgewichen werden.

Pneumovax 23 soll prioritär für Patienten mit Immundefizienz oder mit chronischen Atemwegserkrankungen sowie für Senioren ab einem Alter von 70 Jahren verwendet werden. „Auch bei Wiederverfügbarkeit der Impfstoffe sollten Pneumokokken-Impfungen ausschließlich dem Personenkreis vorbehalten bleiben, der in den gültigen Impfempfehlungen der Stiko benannt ist“, teilt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mit.

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