Antikörpertherapie

Migräneprophylaxe: Erenumab ist verfügbar APOTHEKE ADHOC, 01.11.2018 12:29 Uhr

Berlin - Aimovig (Erenumab, Novartis) bietet Migränepatienten einen neuen Therapieansatz. Der monoklonale Antikörper dient der Migräneprophylaxe und kann die Zahl der Migränetage reduzieren.

Am 26. Juli hat Novartis für Aimovig die EU-Zulassung erhalten. Das Arzneimittel ist indiziert zur Migräneprophylaxe von Erwachsenen mit vier oder mehr Migränetagen pro Monat. Für die Akutbehandlung einer Migräneattacke ist der Arzneistoff nicht geeignet. Seit heute steht das Präparat als SureClick-Fertigpen zur Verfügung.

Erenumab ist ein monoklonaler Antikörper, der bei Patienten mit chronischer Migräne die Zahl der auftretenden Attacken und somit den Schmerzmittelgebrauch reduzieren kann. Der Wirkstoff greift gezielt am Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Rezeptor an, der an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräne maßgeblich beteiligt ist. CGRP ist ein Botenstoff, der vermehrt bei einer Migräneattacke freigesetzt wird und als Entzündungsprotein bei Migräne eine zentrale Rolle spielt. Das proinflammatorische Neuropeptid ist für die Gefäßerweiterung verantwortlich.

Die Antikörpertherapie wird einmal monatlich injiziert. Zu den häufigen möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen zählen Schmerzen beziehungsweise Reaktionen an der Injektionsstelle, Verstopfung, Übelkeit und Infektionen der oberen Atemwege. Aimovig kommt als Injektionslösung zu 70 mg auf den Markt. Eine Spritze kostet 688,36 Euro, für drei Spritzen muss die Kasse 2027,36 Euro zahlen.

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