Migräneprophylaxe

Großbritannien: Abfuhr für Aimovig APOTHEKE ADHOC/ dpa, 14.01.2019 11:44 Uhr

Berlin - Die Antikörpertherapie ist für Patienten, die unter chronischer Migräne leiden eine vielversprechende Option, die Zahl der Migränetage zu reduzieren. Novartis hat seit Kurzem mit Aimovig (Erenumab) ein Arzneimittel zur Migräneprophylaxe auf dem Markt. In Großbritannien stößt der Konzern mit der Innovation jedoch auf Widerstand – die britische Arzneimittelaufsicht NICE hat Novartis eine Abfuhr erteilt.

Das National Institute for Health and Care Excellence (NICE) ist das britische Pendant zum Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA). Laut einer ersten Überprüfung erachtet die Behörde Aimovig als nicht kosteneffektiv, wie aus einem Entscheidungsentwurf hervorgeht. Die Behörde lehnt den Einsatz des Arzneimittels durch das staatliche Gesundheitssystem National Health Service (NHS) vorerst ab.

Aimvog wurde nicht nur als nicht kosteneffektiv eingestuft. Außerdem sei nicht klar, ob das Arzneimittel auch langfristig wirke. Die Behörde beanstandete, dass die Daten nicht ausreichten, um zu beweisen, dass der monoklonale Antikörper einer Anwendung von Botox (Botulinumtoxin A) in puncto Wirksamkeit überlegen ist.

Für Novartis ist die Beurteilung bereits der zweite Rückschlag in kurzer Zeit. Erst im September hatte die Behörde einen ablehnenden Bescheid für die personalisierte Zelltherapie Kymriah ausgesprochen. Auch in diesem Fall begründete das NICE die Entscheidung mit den zu hohen Therapiekosten. Die Behandlung sei schlichtweg zu teuer.

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