Migräne-Antikörper

Lilly bringt Galcanezumab APOTHEKE ADHOC, 27.02.2019 07:54 Uhr

Berlin - Lilly bringt zum 1. April mit Emgality (Galcanezumab) einen Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Antikörper zur Migräneprophylaxe auf den Markt. Der erste monoklonale Antikörper zur Reduktion der Migränetage kommt mit Aimovig (Erenumab) von Novartis und greift am CGRP-Rezeptor an.

Emgality ist seit September zur Migräne-Prophylaxe bei Erwachsenen mit mindestens vier Migränetagen pro Monat zugelassen. Das Arzneimittel kommt als Fertigpen zu 120 mg auf den Markt und wird einmal pro Monat vom Patienten selbst als subkutane Injektion verabreicht. Zu Therapiebeginn wird eine Standarddosis von zweimal 120 mg am selben Tag begonnen. Die Behandlung wird mit einer Erhaltungsdosis von 120 mg fortgeführt. Zum 1. April soll Emgality in den Packungsgrößen zu zwei und drei Fertigpens verfügbar sein.

Für die Zulassung waren die Ergebnisse von drei klinischen Phase-III-Studien entscheidend. Die Daten belegen für Galcanezumab im Vergleich zu Placebo eine signifikante Reduktion der Zahl der monatlichen Migränetage sowohl bei episodischer als auch bei chronischer Migräne. Gemeint sind die Studien Evolve 1 und 2 mit 858 beziehungsweise 915 Probanden mit episodischer Migräne sowie Regain mit 1113 Patienten mit chronischer Migräne. Die Studiendauer betrug sechs beziehungsweise drei Monate. Die Teilnehmer wurden entweder mit Verum zu 120 mg (nach einer Anfangsdosis von zweimal 120 mg) oder 240 mg behandelt. Als primärer Endpunkt war die mittlere Änderung der monatlichen Migräne-Kopfschmerz-Tage (MKT) gegenüber dem Ausgangswert festgelegt.

Daten der Studie Regain zeigen über einen Zeitraum von drei Monaten bei Patienten, die mit 120 mg beziehungsweise 240 mg behandelt wurden, eine durchschnittliche Reduktion der MKT um 4,7 Tage beziehungsweise 4,6 Tage. Unter Placebo waren es zum Vergleich 2,8 Tage. In den Studien Evolve 1 und 2 konnte bei durchschnittlich 62,3 Prozent beziehungsweise 59,3 Prozent der Patienten die monatliche Zahl der MKT gemittelt über einen Zeitraum von sechs Monaten um mindestens 50 Prozent reduziert werden. Unter Placebo waren es 38,6 beziehungsweise 36 Prozent und somit signifikant weniger Patienten.

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