Migräne

Erenumab steht kurz vor EU-Zulassung APOTHEKE ADHOC, 07.06.2018 10:18 Uhr

Berlin - Hoffnung für Migränepatienten: Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung für Aimovig (Erenumab, Novartis Europharm) empfohlen. Der monoklonale Antikörper bietet eine neuartige Therapieoption bei chronischer Migräne.

Erenumab hat vor wenigen Tagen die US-Zulassung erhalten. Die Antikörpertherapie ist nicht für die Behandlung einer akuten Migräneattacke geeignet, sondern kann zur Prophylaxe eingesetzt werden. Der monoklonale Antikörper wird wie eine Art „Impfung“ monatlich injiziert. Erenumab kann die Zahl der Attacken chronischer Migränepatienten und deren Schmerzmittelgebrauch reduzieren.

Der Wirkstoff greift gezielt am Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Rezeptor an, der an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräne maßgeblich beteiligt ist. CGRP ist ein Botenstoff, der vermehrt bei einer Migräneattacke freigesetzt wird und als Entzündungsprotein bei Migräne eine zentrale Rolle spielt. Das proinflammatorische Neuropeptid ist für die Gefäßerweiterung verantwortlich.

Das Arzneimittel könnte Die EU-Zulassung als Injektionslösung zu 70 mg erhalten. Zu den häufigen möglichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen zählen laut EMA Schmerzen beziehungsweise Reaktionen an der Injektionsstelle, Verstopfung, Muskelkrämpfe oder Juckreiz. Indiziert ist Aimovig zur Prophylaxe einer Migräne bei Erwachsenen, die mindestens an vier Tagen pro Monat an einer Attacke leiden.

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