Migräneprophylaxe

Novartis: Zulassung für Aimovig in neuer Stärke APOTHEKE ADHOC, 08.05.2019 14:39 Uhr

Berlin - Novartis hat die EU-Zulassung für den Aimovig Fertigpen (Erenumab) in der Stärke 140 mg erhalten. Dieser wird voraussichtlich zum 1. Juni in Deutschland verfügbar sein und zum gleichen Preis wie der Fertigpen mit 70 mg abgegeben. Auch die bestehenden Rabattverträge mit den Krankenkassen gelten für beide Stärken.

Bereits im Juli 2018 hatte Novartis mit Aimovig 70 mg die Zulassung in der EU zur Prophylaxe bei erwachsenen Patienten mit Migräne und mindestens vier monatlichen Migränetagen erhalten. Aimovig gilt als erste, spezifisch zur Migräneprophylaxe entwickelte Therapie. Nun wird ab Juni auch ein Fertigpen mit 140 mg erhältlich sein. Laut Hersteller werden in Deutschland über 5000 Patienten mit Aimovig behandelt.

Erenumab ist ein monoklonaler Antikörper, der bei Patienten mit chronischer Migräne die Zahl der auftretenden Attacken und somit den Schmerzmittelgebrauch reduzieren kann. Der Wirkstoff greift gezielt am Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP)-Rezeptor an, der an der Entstehung und Aufrechterhaltung von Migräne maßgeblich beteiligt ist. CGRP ist ein Botenstoff, der vermehrt bei einer Migräneattacke freigesetzt wird und als Entzündungsprotein bei Migräne eine zentrale Rolle spielt. Das proinflammatorische Neuropeptid ist für die Gefäßerweiterung verantwortlich.

Der Fertigpen ermöglicht eine praktische Verabreichung der Dosis mit einer einzigen Injektion alle vier Wochen. Die klinische Studie „Liberty“ zeigte, dass vor allem Patienten, die bereits mehrere Therapien zur Migräneprophylaxe erfolglos abgebrochen hatten, von der Dosis à 40 mg von Aimovig profitieren. Auch das Institut für Qualitätssicherung und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) bestätigte den Zusatznutzen bei bereits mehrfach erfolglos vortherapierten Patienten.

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