Fremanezumab

Migräne-Antikörper: Teva erhält US-Zulassung APOTHEKE ADHOC, 17.09.2018 14:30 Uhr

Berlin - Zweiter monoklonaler Antikörper zur Migräneprophylaxe: Teva hat für Ajovy (Fremanezumab) grünes Licht von der US-Arzneimittelbehörde FDA erhalten. Hierbei handelt es sich um „die erste und einzige Anti-CGRP-Behandlung mit vierteljährlicher oder monatlicher Applikation zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen“, schreibt der Konzern.

Fremanezumab ist neben Galcanezumab, Eptinezumab sowie Erenumab ein Antikörper des Calcitonin-Gene-Related-Peptide (CGRP). Anders als Erenumab (Aimovig, Amgen) greift Fremanezumab nicht am CGRP-Rezeptor an, sondern nimmt gezielt Einfluss auf das Neuropeptid. Durch Bindung an CGRP kann dieses nicht mehr mit dem dazugehörigen Rezeptor interagieren. CGRP ist ein Botenstoff, der vermehrt bei einer Migräneattacke freigesetzt wird und als Entzündungsprotein eine zentrale Rolle spielt. Das proinflammatorische Neuropeptid ist eine der stärksten gefäßerweiternden endogenen Substanzen und maßgeblich an der Entstehung der Migräne beteiligt. Außerdem gilt das Peptid als Entzündungsmediator. Im Zentralnervensystem ist CGRP an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt und moduliert die Schmerzübertragung.

Ajovy hat die Zulassung zur vorbeugenden Behandlung von Migräne bei Erwachsenen erhalten und ist nicht zur Akutbehandlung geeignet. Das Arzneimittel ist zu 225 mg/ 1,5 ml als Einzeldosis-Injektion in einer Fertigspritze erhältlich. Möglich sind zwei Dosierungsintervalle. Zum einen kann eine monatliche subkutane Injektion zu 225 mg erfolgen oder eine Gabe im Abstand von drei Monaten zu 675 mg. Mit der Behandlung kann ohne eine Initialdosis begonnen werden.

Teva hatte im Frühjahr im „Journal of the American Medical Association“ (JAMA) eine Studie zur Wirksamkeit und Sicherheit von Fremanezumab veröffentlicht. Die randomisierte kontrollierte Studie wurde an 123 Standorten in neun Ländern durchgeführt und schloss etwa 900 Probanden im Alter von 18 bis 70 Jahren ein, die an episodischer Migräne litten. Monatlich erhielten die Teilnehmer eine subkutane Injektion von 225 mg Verum zu Studienbeginn sowie nach vier und acht Wochen, beziehungsweise 675 mg zu Studienbeginn und Placebo nach vier und acht Wochen beziehungsweise ausschließlich Placebo.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema

Weiteres
Coronavirus

Zytokinsturm stoppen

Mit Antidepressiva gegen Covid-19»

Pharmaziestudium

BPhD: Kostenlose Masken für alle Studenten»

Maskenpflicht, Kontaktsperre

Thüringen: Spahn kritisiert Ende der Corona-Regeln»
Markt

Vorerst kein Comeback für Mucosolvan Phyto Complete

Zu viel geschwärzt: Gericht bestätigt Vertriebsverbot»

Tierarzneimittel

Bayer bringt Condrovet für Hund und Katze»

Großhandelskooperationen

Sanacorp: EMK wird Mea, wird Nummer 1»
Politik

Reichweite über 36 Millionen

AVNR & AK Nordrhein: Medienoffensive gemeinsam mit Bild-Zeitung»

Zum dritten Mal über Grenzwert

Berlin: Ampel für R-Wert springt auf Rot»

Datenschutz

eRezept: Abda will Makelverbot wasserdicht machen»
Internationales

Schweiz

Brandstifter zerstört Apotheke»

Corona-Vakzine

USA bestellen Impfstoff bei AstraZeneca»

Österreich

Impfapotheke statt Impfpflicht»
Pharmazie

Anwendungsfehler möglich

Neue Applikationshilfe für Eligard»

AMK-Meldung

Rückrufe bei Neurax und Betapharm»

Künstliche Intelligenz

Covid-Diagnose: KI schneller als PCR»
Panorama

Betrieb in Kliniken normalisiert sich

Covid-Stationen wenig besetzt»

Ausgefallene Schutzimpfungen

Wegen Corona: 80 Millionen Kleinkinder ungeimpft»

BÄK-Ärztestatistik 2019

Jeder fünfte Arzt ist über 60»
Apothekenpraxis

„Die Wahrheit über die Homöopathie“

Homöopathen feiern RBB-Doku»

Standort U-Bahn-Station

Apotheker trotzt Krise mit Fahrradkurier»

Timo coacht

„Du hältst nichts von Homöopathie?!“»
PTA Live

Bedenkliche Ausgangsstoffe Teil 3

Obsolete Rezeptursubstanzen: Chloramphenicol, Steinkohlenteer und Bufexamac»

Nachhaltigkeit

Zuckerrohrverpackung und Kaffeesatz-Peeling»

Nicht so gut wie sein Ruf

Kokosöl: Unberechtigter Hype?»
Erkältungs-Tipps

Wenn der Schädel brummt

Ursachen von Kopfschmerz»

Für Ärzte und medizinisches Personal

Leitlinien: Empfehlungen zur Therapie»

Viren und Bakterien

Wann ist eine Antibiose sinnvoll?»
Magen-Darm & Co.

Besondere Ernährungsformen

Low-carb und Keto: Verzicht auf Kohlenhydrate»

Gut gekaut ist halb verdaut

Mundhöhle: Startschuss für die Verdauung»

Komplikationen im Magen-Darm-Trakt

Blinddarmentzündung: Schmerzendes Anhängsel»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Gebären während der Pandemie

Covid-19 und Geburt: Kein erhöhtes Infektionsrisiko»

Schwangerschaft und Covid-19

Kein erhöhtes Risiko für Ungeborene»

Wenn die Haut sich hormonell verändert

Schwangerschaftsexanthem – besondere Hautveränderung»
Medizinisches Cannabis

Cannabispreisverordnung

Tilray: „Auch wir haben auf die Änderungen reagiert“»

Die Inhaltsstoffe der Cannabispflanze

THC und CBD: Wo liegen die Unterschiede?»

Teil 1: Rezeptangaben und Sonderfälle

How to: Cannabisrezept»
HAUTsache gesund und schön

Mimikfalten, Krähenfüße & Co.

Hautalterung: Wenn Kollagen und Elastin schwinden»

Vorbereitung und Anwendungstipps

Selbstbräuner: Bräune aus der Tube»

Gut für die Umwelt

Nachhaltige Kosmetik»