Kopfschmerzen

Update Migräne APOTHEKE ADHOC, 15.10.2018 13:18 Uhr

Berlin - In Deutschland leben schätzungsweise 100.000 Migräne-Patienten. Der chronische Kopfschmerz kann den Alltag unerträglich machen. Zur Behandlung stehen verschreibungspflichtige und OTC-Arzneimittel zur Verfügung. Aber auch eine nichtmedikamentöse Therapie kann sich positiv auf die Migräneattacken auswirken. In diesem Jahr wurde die S1-Leitlinie „Therapie der Migräne und Prophylaxe der Migräne“ aktualisiert. Nicht zuletzt weil neue Arzneimittel im Bereich der Prävention entwickelt wurden.

Es gibt etwa 100 Arten von Kopfschmerz, wobei Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz und Arzneimittel induzierter Kopfschmerz die häufigsten Arten darstellen. Zudem lassen sich mehr als 90 Prozent aller Kopfschmerzen auf Migräne- und Spannungskopfschmerz zurückführen, erzählt Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz. Viele Hilfesuchende hoffen auf Rat aus der Apotheke, die meist die erste Anlaufstelle ist. Wichtig sei es daher, die Migräne von den anderen Kopfschmerzarten abzugrenzen.

Eine Migräne ist in der Regel gut erkennbar. Der Schmerz ist meist einseitig und kann sich bei körperlicher Aktivität verstärken. Zudem können die Betroffenen licht- und geräuschempfindlich sein. Zu den vegetativen Begleitsymptomen zählen auch Übelkeit und Erbrechen. Ein Migränepatient kennt sich und seine Attacke selbst sehr gut. Zudem können Vorboten eine Attacke ankündigen. Etwa 10 bis 15 Prozent erleben eine Aura. Danach folgt die Kopfschmerzphase, die drei bis fünf Stunden oder gar bis zu 70 Stunden andauern kann. Arzneimittel sollten daher je früher desto besser in der Kopfschmerzphase eingesetzt werden.

Im Rahmen der Selbstmedikation sind laut evidenzbasierten Empfehlungen nicht-steroidale Antirheumatika wie Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen sowie eine Kombination aus Paracetamol, ASS und Coffein Mittel der 1. Wahl, wenn es sich um die Behandlung leichter bis mittelstarker Schmerzen handelt.

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