Kopfschmerzen: Zwei Drittel der Schulkinder betroffen

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Berlin - Kopfschmerzen sind nicht nur unter Erwachsenen ein häufiges Problem. Eine Umfrage an Dresdner Schulen zeigte, dass rund zwei Drittel aller Schulkinder regelmäßig unter den Beschwerden leiden: Alarmierend ist die unbedachte Verabreichung von freiverkäuflichen Schmerzmitteln ohne ärztliche Abklärung.

Kopfschmerzen können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und Auswirkungen auf die Schulfehlzeiten haben: In Folge dessen kann es zu Leistungsabfall und vermehrtem Stress kommen, welcher wiederrum erneut zu Kopfschmerzen führt: Ein Teufelskreis entsteht. Von etwa 100 Kopfschmerzarten, sind mehr als 90 Prozent aller Kopfschmerzen auf Migräne- und Spannungskopfschmerz zurückführen. Zur Behandlung stehen zahlreiche OTC-Arzneimittel zur Verfügung. Häufig werden Kopfschmerzen daher in der Selbstmedikation behandelt. Doch grade bei Kindern und Jugendlichen sollte die Ursache genau abgeklärt werden: Eine häufige Einnahme auf eigene Faust kann zu Fehlbehandlungen oder Folgeschäden wie gastrointesinalen Beschwerden oder medikamenteninduziertem Kopfschmerz führen.

Ein Wissenschaftlerteam führte nun eine Umfrage an Dresdner Schulen durch, um zu ermitteln wie häufig in einem Dreimonats-Zeitraum Kopfschmerzen bei Schulkindern tatsächlich auftreten und wie diese behandelt werden. Dazu wurden rund 5500 anonyme Fragebögen an Schüler der Grundschule und weiterführenden Schulen verteilt: Es wurden Fragen zu Kopfschmerzhäufigkeit, Medikamenteneinnahme, kopfschmerzbedingten Fehlzeiten und Lebensstil gestellt. Anschließend wurden die Daten gesammelt und ausgewertet.

Der Anteil von Jungen und Mädchen war etwa gleich: 1362 Mädchen und 1344 Jungen nahmen insgesamt an der Umfrage teil. Mehr als 36 Prozent gaben an, in den letzten drei Monaten an mindestens einem Tag unter Kopfschmerzen gelitten zu haben. Mehr als 30 Prozent hatten sogar an mehr als zwei Tagen pro Monat Beschwerden. Insgesamt zeigte sich, dass die Mädchen mit 73 Prozent häufiger an Kopfschmerzen litten, wie die Jungen mit nur gut 63 Prozent. Das Auftreten von Kopfschmerzen nahm mit steigendem Alter, Klassenstufe und Schulart zu. Bei den Oberschülern lag der Anteil sogar bei fast 80 Prozent.

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