Teva-CEO inspiziert Bio-Anlage in Ulm

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Berlin - Hoher Besuch bei Ratiopharm: Kåre Schultz, Chef des Mutterkonzerns Teva, hat die im Bau befindliche Biotech-Anlage in Ulm inspiziert. Der komme in der globalen Strategie des weltgrößten Generikakonzerns eine wichtige Rolle zu, so der 57-Jährige. Denn Teva wolle nicht nur bei Generika die Weltspitze erobern.

Mit Schultz kam der gesamte Vorstand aus Israel angereist, um sich über die Fortschritte beim Bau zu vergewissern. Im Donautal entsteht derzeit für 500 Millionen Euro eine neue biotechnologische Produktionsanlage. Der Bau war seit 2016 geplant, im November vergangenen Jahres war die Grundsteinlegung. Seitdem sind rund 800 Arbeiter damit beschäftigt, auf einer Grundfläche von 4800 Quadratmetern ein neun Stockwerke hohes Gebäude hochzuziehen. An eine größere Einzelinvestition in der Region könne er sich nicht erinnern, sagte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch bei der Grundsteinlegung.

Die mechanische Fertigstellung ist für September 2019 geplant, zu Beginn des Folgejahres sollen dann Technologietransfer und Herstellungsbeginn sein. Bis dahin ist sehr viel Technik zu verbauen, darunter mehr als 40 Kilometer Edelstahlverrohrung, 6,1 Kilometer Rohrleitungen und 50 Kilometer Rohrleitungen für die technische Gebäudeausrüstung. Die Anlage soll dann rund 250 Mitarbeiter in der Produktion von biotechnisch hergestellten Arzneimitteln beschäftigen.

„Es ist eines unserer strategischen Ziele, ein globaler Leader bei Biopharmazeutika zu werden. Wir haben bei Teva die Fähigkeiten dazu“, kündigte Schultz bei dem Besuch an und fügte hinzu: „Dem deutschen Standort der Teva kommt damit eine wichtige strategische Rolle für die Zukunft des Unternehmens zu.“ Denn im Donautal soll der monoklonale Antikörper Fremanezumab hergestellt werden. Das Mitte September in den USA zugelassene und unter dem Markennamen Ajovy vertriebene Mittel – laut Teva die erste und einzige Anti-CGRP-Behandlung mit vierteljährlicher oder monatlicher Applikation zur Migräneprophylaxe bei Erwachsenen – ist einer der größten Hoffnungsträger des krisengebeutelten Konzerns.

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