Generikakonzerne

Teva: Zwei Reaktoren für Ulm APOTHEKE ADHOC, 14.11.2017 12:58 Uhr

Berlin - Teva investiert fast 500 Millionen Euro in den Bau einer neuen Biotech-Anlage in Ulm. Gestern wurde der Grundstein gelegt, Fertigstellung soll Ende 2019 sein.

Auf einer Grundfläche von 4700 Quadratmetern sollen in Zukunft komplexe biotechnologische Wirkstoffe hergestellt werden. Dadurch sollen am Standort Donautal bis zu 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, die sich neben der biotechnologischen Produktion vor allem in der Qualitätskontrolle und Verwaltung befinden. 50 neue Arbeitsplätze seien bereits durch die Projektplanung geschaffen worden.

An eine größere Einzelinvestition in der Region könne er sich nicht erinnern, sagte Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch bei der Grundsteinlegung. Die Stadt hatte sich in einem firmeninternen Wettbewerb gegen zahlreiche Konkurrenten durchgesetzt. „Mit diesem Schritt bestätigt die Konzernleitung das Bekenntnis für den Ulmer Standort und dessen wichtige Rolle innerhalb des biotechnologischen Engagements des Konzerns“, so Deutschlandchef Christoph Stoller.

Teva betreibt am Standort Ulm bereits eine Biotech-Anlage, aus der in den letzten sechs Jahren vier Biosimilars zur Marktreife gebracht wurden: Eporatio (Epoetin theta), Ratiograstim (Filgrastim), Lonquex (Lipegfilgrastim) und Ovaleap (Follitropin alfa). Mit der neuen Anlage sollen die Möglichkeiten dazu nun erheblich ausgeweitet werden. Insbesondere soll sie für die Herstellung monoklonaler Antikörper genutzt werden. Der Kopfteil des neuen Gebäudes dient als Bürobereich und hat acht Stockwerke plus Keller, während der reine Produktionsteil über sechs Stockwerke plus Keller verteilt ist. Herzstück der Produktion werden zwei 15.000-Liter-Bioreaktoren sein.

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