Grippeimpfstoff: Apotheken und Ärzte überfordert

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Berlin - Während vielerorts Grippeimpfstoff übrig ist und zu verfallen droht, sammeln die Hersteller bereits Vorbestellungen ein. Wie sollen sich Arztpraxen und Apotheken nach der Aufnahme des Hochdosis-Impfstoffs Efluelda in die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verhalten? Viele Kolleg*innen stellt die Situation vor große Herausforderungen – bei einer aposcope-Umfrage gaben 93 Prozent der Teilnehmer*innen an, dass es schwierig sei, die richtige Bestellmenge einzuschätzen.

Zwei von drei Befragten erklärten, dass Arztpraxen verunsichert seien, welchen Impfstoff sie vorbestellen sollen – und deshalb mit ihren Bestellungen noch zögerten. Und 60 Prozent erklärten, dass ihre Apotheke erst bestellen wird, wenn die Impfrichtlinie durch das BMG bestätigt ist.

63 Prozent haben bereits Bestellungen von den Ärzt*innen erhalten – noch werden die konventionellen tetravalenten Impfstoffe häufiger geordert als der Newcomer:

  • Vaxigrip Tetra: 49 Prozent
  • Influvac Tetra: 48 Prozent
  • Influsplit Tetra: 38 Prozent
  • Flucelvax Tetra: 12 Prozent
  • Efluelda: 37 Prozent

37 Prozent erklärten allerdings, dass Ärzte ihre Bestellungen zurückgezogen hätten, um stattdessen den hochdosierten Impfstoff zu ordern. 36 Prozent der Befragten geben an, dass die Bestellungen höher ausfallen. 44 Prozent sehen ein ähnliches Niveau im Vorjahr. Etwas niedriger liegen die Werte für die eigenen Bestellungen für Privatpatienten (24 beziehungsweise 47 Prozent). 58 Prozent erwarten, dass generell weniger Impfdosen für Privatpatienten zur Verfügung stehen, weil sich die Apotheken keinen Vorrat anlegen.

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