Biontech in Arztpraxen – das geht

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Berlin - In Mecklenburg-Vorpommern erproben sich erste Mediziner am stationären Impfen in ihren eigenen Praxen. Das erste Pilotprojekt startete bereits Ende Januar im Landkreis Nordwestmecklenburg. Ältere Personen erhalten den mRNA-Impfstoff Comirnaty beim Hausarzt.

„Das Modellprojekt läuft gut“, berichtet ein Sprecher des Landkreises, „mittlerweile sind zehn Arztpraxen an Bord.“ Somit konnte der zum Teil große Anfahrtsweg von 60 Kilometer bis zum nächsten Impfzentrum auf maximal 15 Kilometer verringert werden. „Im Landkreis haben wir zwei stationäre Impfzentren. Hier läuft weiterhin der Großteil der Impfungen ab, doch die Teilnahme der Arztpraxen ist eine gute Ergänzung, vor allem für diejenigen, die nicht so mobil sind.“

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnte bereits vor einem drohenden Impfstau. Um alle verfügbaren Impfdosen auch verabreichen zu können sei die Einbindung der Ärzte und eine zeitnahe Impfung in den Praxen unumgänglich. „Wir müssen zweigleisig fahren und die Impfungen so schnell wie möglich in die Praxen bringen, denn schon bald werden die Lager voll sein, aber es wird nicht ausreichend Kapazitäten zur Impfung in den Zentren geben“, so KBV-Chef Dr. Andreas Gassen.

Auf die Frage, was in den Arztpraxen verimpft wird, antwortet der Sprecher „Biontech“. Auch in den Praxen gehe es darum, die Impfreihenfolge einzuhalten. „Wir müssen uns auch hier an die Priorisierung halten und da der Vektorimpfstoff von AstraZeneca nicht für über 65-Jährige genutzt werden soll, wird dieser im Pilotprojekt auch nicht verimpft.“ Die Biontech-Vials werden unverdünnt, aber aufgetaut, in die Praxen gebracht. Dort kann die Vakzine dann bis zu sechs Tage im Kühlschrank gelagert werden.

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