Corona-Impfstoff für Arztpraxen: „Keiner schneller als wir“ | APOTHEKE ADHOC
Apotheken vor Ort gefragt

Corona-Impfstoff für Arztpraxen: „Keiner schneller als wir“

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Berlin -

Nicht nur die Hausärzte drängen darauf, endlich in die Corona-Impfungen einbezogen zu werden, sondern auch die Apotheken. Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein (AKNR), geht davon aus, dass die Impfungen sich deutlich beschleunigen werden, wenn das Versorgungsnetz vor Ort endlich eingebunden wird.

In der Fläche, also bei den Hausärzten, ist Herdenimmunität laut Hoffmann deutlich leichter herzustellen als in zentralen Impfzentren. Möglich werde dies durch Fortschritte bei Transport, Lagerung und sonstiger Logistik der Impfstoffe. Voraussetzung sei, dass – wie vom Bundesgesundheitsministerium (BMG) in Aussicht gestellt – ab dem zweiten Quartal ausreichend Dosen zur Verfügung stehen. „Sobald das gewährleistet ist, ist keiner schneller als wir. Mehrmals täglich werden die Apotheken des Landes teils von mehreren Großhändlern mit Arzneimitteln beliefert. Diese Logistik wird dann auch optimal für den Impfstoff zur Verfügung stehen.“

Nach dem Wegfall der Hochleistungskühlung stehe einer Impfung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte nichts mehr im Wege: „Wenn – wie geplant – ab April auch in Arztpraxen geimpft werden kann, dann ist erneut die Apotheke vor Ort gefragt. Zusammen mit dem pharmazeutischen Großhandel werden die über 2000 öffentlichen Apotheken im Kammerbezirk Nordrhein den Impfstoff möglichst schnell zu den Hausärzten und damit zu den Patientinnen und Patienten bringen können“, so Hoffmann.

Seit Beginn der Pandemie beteiligen sich die Apothekerinnen und Apotheker in Nordrhein engagiert an der Bekämpfung des Virus: „Von der Herstellung des damals knappen Desinfektionsmittels über die Abgabe mehrerer Millionen FFP2-Masken an Risiko-Patienten binnen weniger Wochen bis hin zur täglichen Arbeit in den Impfzentren des Landes: Überall engagieren sich unsere Kolleginnen und Kollegen über alle Maßen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen“, so Hoffmann.

„Mit jeder Phase der Pandemie haben sich auch die Aufgaben für die Apothekerschaft gewandelt“, so der Kammerpräsident. „Mit den Schnelltests inklusive Ergebnis-Zertifikat kommt nun eine weitere Herausforderung auf die Vor-Ort-Apotheken zu, auf die sie ebenfalls in kurzer Zeit reagieren werden.“ Nicht jede Apotheke werde jedoch wegen räumlicher, personeller und organisatorischer Aspekte dieses Angebot schnell und einfach unterbreiten können – zumal die gesetzlichen Regelungen einmal mehr quasi über Nacht in Kraft getreten seien.

Hoffmann weist darauf hin, dass die Apothekerinnen und Apotheker alle zusätzlichen Aufgaben ergänzend zum eigentlichen Kerngeschäft leisteten, nämlich der hochwertigen, beratungsintensiven flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln. „Wir setzen alles daran, dass wir alle so schnell wie möglich wieder ein normales Leben führen können.“

 

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