Kommt bald der Generalimpfstoff gegen Influenza?

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Berlin - Bislang muss der Schutz vor der saisonalen Influenza jedes Jahr aufgefrischt werden. Die Impfstoffe werden dabei jedes Mal an die kursierenden Stämme angepasst. Mehrere Universitäten aus Deutschland arbeiten derzeit an einem Forschungsprojekt, welches einen Generalimpfstoff gegen die Grippe hervorbringen soll ­– mit nur einer Impfung soll dadurch ein dauerhafter Schutz erreicht werden.

Noch befindet sich das Impfverfahren der Universitäten Konstanz, Tübingen und Dresden in der präklinischen Testung. Hat es Erfolg, könnte es jedoch einen neuen Meilenstein beim Schutz vor der saisonalen Influenza darstellen. Denn bisher muss man sich bekanntermaßen jedes Jahr aufs Neue gegen die Grippe impfen lassen, um einen ausreichenden Schutz vor den kursierenden Influenza-Viren zu haben.

Die Ursache dieser Wiederholungen liegt im Virus selbst: Denn die Influenza-Viren verändern sich durch Mutationen sehr schnell und werden dadurch innerhalb kürzester Zeit gegen die bestehenden Impfstoffe immun – ein ausreichender Schutz ist dann nicht mehr gegeben. Das neue alternative Impfverfahren der Unis soll dies ändern: Es verspricht einen übergreifenden Schutz gegen alle bekannten Influenza-Mutationen – dadurch soll eine dauerhafte Immunität erreicht werden.

Stimulation der T-Lymphozyten

Im Gegensatz zu den bestehenden Grippe-Impfstoffen zielt das neue Verfahren nicht auf die Erzeugung von Antikörpern gegen verschiedene Virusstämme ab – stattdessen sollen die T-Lymphozyten zu einer generellen Immunantwort gegen Influenza-Viren stimuliert werden. Derzeit wird das Verfahren in einer präklinischen Studie an Mäusen untersucht. Sie soll die Ergebnisse einer Pilotstudie – welche bereits den Nachweis für die Wirksamkeit erbracht hat – überprüfen und vertiefen. Gefördert wird die Studie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1,18 Millionen Euro.

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