Frühsommer-Meningoenzephalitis

FSME: Im Winter impfen dpa, 21.01.2019 11:04 Uhr

Freiburg - Erreger der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) sind Viren, die beim Zeckenbiss auf den Menschen übertragen werden können. Die FSME ist eine fieberhafte Erkrankung, die auch die Hirnhaut betrifft. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich.

Zur Behandlung der FSME gibt es keine Medikamente. Daher raten Ärzte zur Schutzimpfung. Diese sollte am besten im Winter beginnen, weil zwischen den insgesamt drei Impfterminen mehrere Wochen verstreichen müssen. Die meisten gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten der Impfung – vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, die beide fast flächendeckend FSME-Risikogebiete sind.

Nötig sind den Angaben nach zur Grundimmunisierung drei Impftermine vor dem Sommer. Danach besteht Experten zufolge ein Impfschutz, der alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden sollte. Dies funktioniere dann vergleichsweise einfach und schnell, ohne dass dazu ein größerer Aufwand nötig sei.

Die Zahl der durch Zeckenbisse übertragenen FSME-Erkrankungen ist deutlich gestiegen. Baden-Württemberg steht damit bundesweit an der Spitze. Die Zahl der Betroffenen habe den zweithöchsten Stand seit Beginn der Meldepflicht im Jahr 2001 erreicht, teilte die Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK) in Freiburg mit. Dies zeigten Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI). Demnach wurden 2018 in Baden-Württemberg 268 Patienten gezählt und damit 87 Betroffene mehr als 2017. Nur im Jahr 2006 habe es mit 281 Infizierten mehr Erkrankungen gegeben. Das Landgesundheitsamt bestätigte dies.

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