Die erste Zecken werden aktiv

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Dessau-Roßlau -

Sie sitzen auf Gräsern und Sträuchern und warten, bis sie auf ein Opfer krabbeln können. Dann stechen sie zu und können gefährliche Krankheiten übertragen: Zecken werden jetzt schon aktiv. Zweistellige Temperaturen, blauer Himmel, Sonnenschein: Das Wetter lockt nicht nur Sonnenanbeter hervor –  auch die ersten Zecken werden aktiv.

Meist beginne die Zeckenzeit im März, wenn die Temperaturen hoch genug sind und ausreichend Regen gefallen ist. Doch in milden Wintern könne es auch schon im Februar zu ersten aktiven Zecken kommen. Kommt eine Kälte- oder Dürrephase, ziehen sich die Tiere wieder zurück. Nach dem langanhaltend trockenen und heißen Sommer 2018 könnte man vermuten, die Zeckenaktivität sei deutlich zurückgegangen.

Doch die Statistik zeigt etwas anderes: 2018 gab es laut Landesamt für Verbraucherschutz einen Fall von Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und 530 Fälle von Lyme-Borreliose in Sachsen-Anhalt. Beide Krankheiten werden hauptsächlich durch Zeckenstiche übertragen. Zeckenstiche selbst werden nicht statistisch erhoben. „Die Meldefälle 2018 unterscheiden sich unwesentlich von denen 2016 und 2017“, teilte Wießner mit. Die höchsten Borreliose-Fallzahlen wurden 2018 in den Landkreisen Börde, Salzlandkreis und Jerichower Land verzeichnet. Sachsen-Anhalt gehört nicht zu den FSME-Risikogebieten, die vor allem in Süddeutschland liegen.

In Sachsen-Anhalt lebt vor allem die Zeckenart „Gemeiner Holzbock“. Der benötige eine relative Luftfeuchte von mindestens 80 Prozent, berichtete Wießner. Dementsprechend leben die Milbentiere vor allem in Laub- und Mischwäldern sowie schattigen Wiesen.

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