BfArM überwacht nur 90 Wirkstoffe

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Berlin - Lieferengpässe gehören zum Apothekenalltag. Pharmazeutisches Personal und Ärzte werden von den Defekten meist kalt erwischt, denn eine Meldepflicht gibt es nicht und nur wenige Wirkstoffe werden überwacht.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) stuft Arzneistoffe in verschiedene Kategorien ein. Eine Gruppe sind die versorgungsrelevanten Wirkstoffe beziehungsweise jene, die mit einem akut erhöhten Versorgungsrisiko eingestuft werden. Die Behörde erarbeitet auf Basis der Empfehlung medizinischer Fachgesellschaften und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine entsprechende Wirkstoffliste. Diese wird regelmäßig beim Jour Fixe angepasst.

Ob ein Arzneistoff versorgungsrelevant ist, hängt im Wesentlichen von zwei Faktoren ab. Die Grundlage bildet die Verschreibungspflicht. Außerdem muss der Wirkstoff für die Gesamtbevölkerung relevant sein und darf somit nicht als Orphan drug eingestuft sein. Die aktuelle Liste der versorgungsrelevanten Arzneistoffe beinhaltet mehrere Hundert Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen.

Gelistet sind unter anderem: Abacavir als Monopräparat und in Kombination mit Lamivudin, Acetylsalicylsäure zur intravenösen Anwendung, Aciclovir, Alendronsäure, Allopurinol, diverse Antibiotika wie Amoxicillin und Metronidazol. Gestrichen wurden Dimenhydrinat und Pankreatin. Versorgungsrelevant sind außerdem Insuline, Simvastatin, Maraviroc, Mometason, Pantoprazol, Permetrin, Steinkohlenteerlösung, Verpamil, Warfarin und Schmerzmittel wie Metamizol und Ibuprofen. Bei letzteren handelt es sich um Wirkstoffe, die in der Vergangenheit durch Lieferengpässe auffielen.

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