FI-CK sucht Kiffer in Berlin

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Berlin -

Die Bewerbungsphase für die „Wissenschaftliche Studie zu Cannabisfolgen bei psychisch gesunden erwachsenen Konsumenten“ ist gestartet. Die Durchführung übernimmt die Forschungsinitiative für Cannabiskonsum GmbH (FI-CK), die die Studie beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) beantragt hat. Das jedoch antwortete mit einem Ablehnungsbescheid. Trotzdem sucht FI-CK jetzt Cannabis-Konsumenten.

Auch wenn die erste Ablehnung der Studie durch das BfArM Ende Januar die FI-CK erreichte, sucht die Initiative trotzdem Probanden. Gegen den Negativbescheid habe man Widerspruch eingereicht, man befinde sich somit weiter im laufenden Antragsverfahren, meldet Marko Dörre, Geschäftsführer von FI-CK.

Zu den Ablehnungsgründen sagt Dörre: „Seitens des BfArM wurden mehrere Ablehnungsgründe genannt, unter anderem kann – nach dortiger Ansicht – keine 'generell/abstrakte Ausnahmeerlaubnis' erfolgen, sondern es soll für jeden einzelnen Studienteilnehmer eine Ausnahmeerlaubnis beantragt werden.“ Dementsprechend habe man die Bewerbungsphase gestartet.

„Weiterer Ablehnungsgrund soll eine unzureichende 'Werteabwägung zwischen Erkenntnisgewinn und dem Eingriff in die körperliche Unversehrtheit sein'. Auch in diesem Punkt werden wir unsere Nutzen-Risiko-Analyse verbessern, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen“, schreibt Dörre. Den Forschungsplan habe Professor Dr. Dr. Thomas Schnell aus Hamburg erstellt.

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